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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
151
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Saturn und sein Ring.

nach tlr rückt und in ktr selbst wird diese Summe am größtenseyn, also auch hier der Ring am hellsten erscheinen. Von tllrweiter gegen Ak wird diese Summe abnehmen, und nahe bei xkam kleinsten seyn, von wo sie wieder wachsen und in Kk selbstneuerdings einen größten Werth erhalten wird, wo also der Ringneuerdings ain hellsten, aber nicht ganz so hell wie in t!r, er-scheinen wird, weil die Summe der beleuchtete» Theile der Gesichts-linie in xk offenbar kleiner, als in k'Ir ist. Je weiter dann dieseGesichtslinien von Kk oder von dem Mittelpunkte s des Saturnnoch wegrücken, desto kleiner wird dieser beleuchtete Theil derselben,bis er endlich an dem äußersten Rande o des Ringes gänzlichverschwindet.

Es werden sich daher, die Ringe mögen rvtiren oder nicht,und sie mögen in der Gestalt der breitesten Ellipse oder auch inder einer geraden Linie erscheinen, immer zwei Lichiknoten aufjeder Seite der Kugel zeigen, von welchen der hellere in der Rich-tung von tlr und der minder helle in der von seyn wird, undin diesen Stellen hat auch Schröter in der That seine vermeintenBerge beobachtet, während Herschel, mit seinen noch bessern Fern-röhren, wahre Erhöhungen auf der Oberfläche des Ringes auf-gefunden und dadurch die Rotation derselben der Wahrheit gemäßbestimmt hat.

§. 115. (Anblick des Ringes von Saturn gesehen.) DieFreunde des gestirnten Himmels, wie er uns von der Erde er-scheint, werden ihn ohne Zweifel für die Bewohner Saturns nochviel schöner denken. Wenn der sanfte Schimmer des Mondes,der unsere Nächte so lieblich beleuchtet, den Beschauer schon zuerhabenen Betrachtungen bewegt, welche Genüsse würde er dorterwarten, wo der Sternenhimmel nicht minder reich an Schön-heilen aller Art ist, und wo noch überdieß sieben Monde dasDunkel der Nacht erhellen, und wo ein großer Ring, der sich wie einbreites Strahlenband um den ganzen Himmel schwingt, in immerabwechselnden Stellungen die Aufmerksamkeit des staunenden Beob-achters an sich zieht.