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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Venus.

von Lansberg, die zwar viel weniger genau waren, als die Nu-dolphinischen Tafeln, die aber doch zufällig einen Durchgang derVenns für den 4. Dezember 16Z9 anzeigten, während die Kepler-scheu Tafeln keinen gaben. Da er in die ersten Tafeln ein besonderesVertrauen setzte, so schickte er sich zu der Beobachtung an, und ersah in der That durch nahe eine halbe Stunde die Venus in derSonne, so wie auch sein Freund Crabtree, der nur wenige Meilenvon ihm wohnte, und den er von dem Ereignisse benachrichtigthatte. Allein diese Beobachtung hatte keine Folgen für dieWissenschaft, da sie, wie wir bald sehen werden, an zwei sehr weitvon einander entlegenen Orten zugleich gemacht werden muß.

§. 65. (Durchgang von 1761.) Da Hallet) erst i. I. 1677bei Gelegenheit seiner Beobachtung eines Merkurdurchganges, dieer auf der später durch ein anderes Ereigniß berühmt gewordenenInsel St. Helena angestellt hatte, auf die Wichtigkeit dieser Er-scheinungen aufmerksam geworden war, so mußte man bis zu demnächst folgenden Durchgange der Venus, am 5. Junius 1761,warten. Die Astronomen bereiteten sich zu dieser Beobachtungauf das eifrigste vor, und mehrere von ihnen reisten in sehrentfernte Gegenden, um ihren Zweck besser zu erreichen. Manfindet die Geschichte dieser Vorbereitungen in den IVIem. cke l'eVcuck.cks ?aiis 1757, 1761 und 1781. Die vorzüglichsten Beobachtungendieses Durchganges sind die von Mason am Vorgebirge der gutenHoffnung, von Bergmann in llpsala, von Planmann zu Cajane-burg in Finnland, und die zu Stockholm und Tobolsk angestellten.Die Berechnungen dieser Beobachtungen geben die Horizontal-parallaxe der Sonne (I. H. 61) für ihre mittlere Entfernung vonder Erde zwischen 8 und 9 Secunden. Wie man aber daraus dieseEntfernung der Sonne selbst, die der eigentliche Hauptzweck dieserBeobachtungen ist, abzuleiten hat, wurde bereits oben (I. §. 6Z)gesagt. Wendet man die dort gegebenen Vorschriften auf diese beidenZahlen an, so findet man für die mittlere Entfernung der Mittel-punkte der Sonne und der Erde entweder 2578Z oder 22918 Halb-messer der Erde, je nachdem man die Parallaxe der Sonne zu 8oder zu 9 Secunden annimmt. Die Differenz dieser beiden Resultateist 2865 Erdhalbmesser, also nahe 2'/- Millionen Meilen, oder