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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
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Die Sonne.

er, ol'schon mit Unrecht, diesen Flecken für den Planeten Merkurhielt.

Das erste Werk, welches über diesen Gegenstand erschien, istdas des hui>rienrs plrrv-ziim seines Friesländers) unter demTitel: vs muanlis irr solo olzsevvutis. V^rttemherK. 1611. Ererzählt, daß er eines Morgens einen schwarzen, auf der einenSeite grauen Flecken in der Sonne bemerkt, und denselben an-fangs für eine Wolke gehalten habe. Nachdem er ihn aberwiederholt an demselben Tage, und mit verschiedenen Fernrohren,immer an derselben Stelle gefunden hatte, fing er an, an derwolkenartigen Natur dieser Erscheinung zu zweifeln. Bald darauferhob sich die Sonne schon zu sehr über den Horizont, nnd mankonnte sie, ohne Beforgniß für seine Augen, nicht mehr ansehen").Nicht ohne Furcht brachte er die folgende Nackt zu, da ihn derArgwohn, daß es nur eine vorübergehende Wolke seyn konnte,noch immer nicht ganz verlassen hatte. Desto größer war seineFreude, als er am folgenden Morgen seinen Gast wieder, undbeinahe an derseben Stelle der Sonnenscheibe erblickte. Jeyt ließer die Sonnenstrahlen durch eine kleine Oeffnung seines Fenster-ladens, in einem verfinsterten Zimmer, auf eine weiße Tafelfallen, und konnte auf diese Weise das Bild der Sonne und deSFleckens auf dieser Tafel den ganzen Tag durch beobachten. Erbemerkte bald, daß der Flecken sich von Ost gen West langsam

") Man kannte damals noch nicht die gefärbten Plangläscr, dieman jetzt vor die Oculare der Fernrohre stellt, um das Lichtder Sonne zu dämpfen. Schciner bediente sich um dieselbeZeit zu seinen Sonnenbeobachtungen eines eigenen Fernrohrs,dessen Objectiv und Ocular aus gefärbtem Glase gemacht war.Andere schlugen mehrfach über einander gelegte Spinnengewebevor, die man nach Art eines Schleiers über das Objectivbreitete. Auf jene gefärbte» Plangläser scheint man erst spätgekommen zu sevn, da matt sie nicht satt genug zu färben ver-stand, da man nicht darauf dachte, mehrere derselben über ein-ander zu legen, und da man auch fürchtete, daß dadurch dieBilder der Gegenstände verzogen werden. Huyghcns schlugeinfache Spiegelgläser dazu vor, die man auf der einen Seitemit Lampenruß ungleich beräucherte, und dann mit einemzweiten ähnlichen Glase bedeckte, um die berußte Seite desandern ungestört zu erhalten.