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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
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Die Sonne.

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wenn man annimmt, daß die einzelnen Elements eines jedenSonnenstrahls vielleicht dnrch tausende von Meilen von einandergetrennt seyn mögen. Das Sonnenlicht ist über 200,000 malstärker, als das des Vollmonds, und nahe 800 Millionenmal sostark, als das des Sirius. Auch scheidet die mit ihrem Lichtewenigstens scheinbar sehr verschwenderische Sonne viel mehr Lichtans, als zur bloßen Beleuchtung und Erwärmnng der Planetennöthig ist, so daß man versucht wird, zu glauben, daß diese Er-leuchtung wenigstens nicht der einzige Zweck dieses Lichtes seynkann, ebenso wie die Erleuchtung der Erde zur Nachtzeit gewißnicht der Zweck des Mondes ist, was wir an einem andern Ortegezeigt haben. Auf der Peripherie der Erdbahn würden über70,000 Erden, jede der unseren an Größe gleich, Raum haben,und alle von der Sonne gleich stark erleuchtet und erwärmtwerden können, während diese Wohlthat jetzt nur dieser einzigenErde zu gut kömmt. Allein selbst bei dieser anscheinenden Ver-schwendung, die ohne Zweifel nur in unserer Unkenntniß desGegenstandes gegründet ist, wird es der Natur nicht an Wegenfehlen, auf welchen sie diesen Verlust des Lichtes, wenn es über-haupt noch ein Verlust ist, wieder ersetzen kann: das Zurückwerfendes erhaltenen Sonnenlichts von den Planeten, das eigene Lichtder unzähligen Fixsterne, die Annäherung der Kometen, von denenviele nur auS Lichtstoff gewebt zu seyn scheinen u. dgl., so daßunter allen diesen Körpern des Himmels nicht sowohl der Gewinnund Verlust des Einzelnen, als vielmehr nur der gegenseitigeAustausch des Licktes in Betrachtung kommen soll. Endlich,wenn das Licht nicht in der Emanation eines eigentlichen Körpers,sondern nur in der Vibration eines die Sonne Hingebenden Me-diums bestehen sollte, so fällt ohuedieß jede Abnahme der Sonnedurch Ausscheidung ihrer Lichtmaffe von selbst weg.

§. 30. (Beschreibung der Sonncnflecken.) Nach diesen allge-meinen Betrachtungen wollen wir nun zu einer nähern Beschreibungder bereits oben erwähnten Sonnenflecken übergehen.

Wenn man die Oberstäche der Sonne durch ein Fernrohrbetrachtet, das zur Schützung des Auges mit einem gefärbtenPlanglase versehen ist, so bemerkt man auf ihr häufig größereoder kleinere, meistens sehr unregelmäßige dunkelschwarze Flecken,