Die Sonne.
welche wir der Sonne verdanken, wieder zu nnserm Gegenstände,zu der phpsischen Beschaffenheit dieses Centralkvrpers selbst zn-rückkehre», müssen wir nns vorerst auf das Wenige beschränken,was wir von der Oberfläche desselben durch Hülfe unserer Fern-rohre kennen gelernt haben. Diese Oberfläche scheint ein unge-heueres, den eigentliche» Körper der Sonne umgebendes Lichtmeerzu seyn. Diese Photosphäre der Sonne ist aber, wie die Beob-achtungen Zeigen, in immerwährender heftiger Bewegung, und inihr gehen Revolutionen vor, mit welchen die unserer Stürme undUngewitter nicht weiter verglichen werden können. Man sieht aufdiesem Feuermeere öfter sehr große, schwarze Flecken entstehen,und nach wenig Tagen oder Wochen wieder verschwinden, Flecken,die unsere Erde im Durchmesser vier-, fünf- und mehrmal über-treffen. In der Nähe dieser schwarzen Flecken bemerkt man imGegentheile häufig andere große Stellen der Sonne, die sichdurch ihr stärkeres, helleres Licht auszeichnen, und daher Son-nenfackeln genannt werden. Aber auch der übrige Theil derSonne, der weder Flecken noch Fackeln zeigt, ist beinahe nir-gends gleich licht, sondern durchaus mit kleinen Schuppen oderPunkten besäet, die ihren Ort immer ändern, wie man sehenkann, wenn man die Sonne mit sehr guten Fernrohren be-obachtet. Dadurch gewinnt die Oberfläche der Sonne das Anse-hen des Bodensayes einer flockigen Substanz, die in einer durch-sichtigen Flüssigkeit aufgelöst ist. Das Ganze leitet auf die Ver-muthung, daß die Oberfläche dieses Körpers aus einem Lichtme-dium besteht, mit welchem eine wohl durchsichtige, aber ansich selbst nicht leuchtende Flüssigkeit vermischt, jedoch nicht völligdurchdrungen ist, wo dann diese Flüssigkeit in dem Lichtmeereschwimmt, wie unsere Wolken in der Luft, oder wo sie diesesLichtmeer in mächtigen Streifen durchzieht, wie das Nordlichtunsere Atmosphäre.
§. 25. (Ist die Oberfläche der Sonne ein Feuer?) Wennaber diese Photosphäre der Sonne in der That ein Feuer seynsoll, so ist es gewiß von unserem irdischen Feuer sehr verschieden.Wie ließe sich sonst das Eis auf den höchsten Gipfeln unsererBerge, selbst in den Tropenländern, erklären? Oder wie sollteunser Feuer, auch in »och so großen Massen angehäuft, in einerLitrrow's Himmel u. s. Wunder II. Z