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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
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Die Sonne.

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Mittelpunkt so weit ausgehöhlt denken, daß die Erde in diesemMittelpunkte stehen, und um sie der Mond in seiner Entfernungvon SO,000 Meilen sich frei in dieser Höhle bewegen könne. Dawürde doch noch ein nicht ausgehöhlter Rand der Sonne, eineKugelschaale übrig bleiben, deren Dicke nahe eben so groß ist,als der Halbmesser dieser Höhle selbst. Zu einer sogenannten Reiseum die Welt, d. h. um den Umkreis der Erde zurückzulegen,würde ein Wanderer, der täglich zehn deutsche Meilen macht,Lü0 Tage, zu einer Reise um die Sonne aber würde derselbeS9,160 Tage oder mehr als 160 Jahre brauchen.

§. 3. (Dichtigkeit ihrer Masse.) Wenn aber die Sonne anGröße und Masse alle anderen Planeten weit überwiegt, so stehtsie ihnen im Gegentheil an der Dichtigkeit ihrer Masse weit nach.Der Stoff, aus dem dieser große Körper gewoben ist, ist vier-mal lockerer, als der Stoff der Erde. Die Leser werden fragen,woher wir dieß wissen, und wer die Materie, aus welcher dieSonne besteht, in dieser Beziehung untersucht hat? Allein dashätten sie besser schon oben, als wir von der Masse der Sonnegesprochen haben, fragen können. Wenn man einmal die Masseund das Volum eines Körpers kennt, so ist es sehr leicht, auchdie Dichtigkeit desselben zu finden, da diese immer gleich derMasse dividirt durch das Volum des Körpers ist. Es wurde aberoben gesagt, daß die Masse der Sonne 3SS,000, und das Volumderselben 1,300,000 mal größer ist, als das der Erde. Wennman nun die erste dieser beiden Zahlen durch die zweite dividirt,so erhält man 0,°7 oder nahe '/^, daher die Dichtigkeit der Sonnenur den vierten Theil der Dichtigkeit der Erde betragen kann.Wie man aber zu jener Kenntniß der Masse der Sonne gelan-gen kann, werden wir in der nächstfolgenden Abtheilung diesesWerkes sehen, wie wir denn überhaupt hier noch gar manches,von dem wir erst in der Folge eine, wie wir hoffen, völlig« genü-gende Rechenschaft werden geben können, dem gute» Glauben unddem Vertrauen der Leser zu unserer Redlichkeit überlassen müs-sen. Es mag ihnen immerhin etwas auffallend dünken, wennsie die Astronomen behaupten hören, daß sie die Gestirne desHimmels wie ans einer Wage abgewogen siind gefunden haben