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Die Rücksichten auf den Zustand der Colom'cn endlich,und die wichtigen Veränderungen, welche sich kurz vor undnach dem allgemeinen Frieden in den dortigen Verhältnissenergeben hatten, waren nicht minder geeignet, eine liberalereSchifffahrts- nnd Handelspolitik herbeizuführen. Die Mo.derationeu des Navigarionssystems, welche durch die Bildungder nordamcricanischen Staaten veranlaßt wurden, mußtenuothwendig durch die allmähliche Freiwcrdung der Colom'endes ganzen amerieanischen ContiucntS eine angemessene Erwei-lerung erhalten. Den Anfang machte Brasilien, welchesdurch die Versetzung des Hauses Braganza dahin mit seinemSitze von selbst aufgehört hatte, Colonie zu seyn, und Groß-britannien keine Wahl übrig ließ, als dasselbe in Hinsichtauf Schifffahrt und Handel nach europäischem Fuße zu be-handeln*).
Dasselbe Princip erstreckte sich allmählich auf die übrigenLänder America's, welche in kurz auf einander folgenden Zeit-räumen in die Reihe selbstständiger Staaten eintraten. Beiden brittischc» Besitzungen Wcstiudieus zeigte sich, daß einelängere einseitige Ausschließung derselbe» vom größeren Welt-verkehr einer richtigen Politik gerade entgegen lief. Die Ein-fuhr verschiedener Artikel erster Nothwendigkeit in diese Cvlo-nie» auf amerieanischen Schiffen war von den Vereinigte»Staaten durch Retorsionen lange schon factisch erzwungenworden, bis das englische Parlament sich zur Legalisirungdieses Verkehrs entschloß (1822). Da hicdnrch dem neuenPrincip selbst Raum gegeben war, den westindischen Colo-nie» den Bezug ihrer Bedürfnisse von fremden Staaten undfremder Schifffahrt zu gestatten, so wurde dadurch die Frage,ob es angemessen scy, die Vereinigten Staaten allein zu die-sem Verkehr zu privilegiren, um so mehr hervorgerufen, als
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*) Handels - und Schifffahrtsvertrag mir Portugal, abgeschlossenzu Rio-Janeiro jg Febr. lssra.