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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
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,837 7

1838 keine

1839 2

wuthkranke Hunde zur Thierarzncischnle gebracht worden.

Wenn im Jahre 1836 ausnahmsweise wieder 26 Hunde von der Huudswuth er-griffen worden waren, so lag dies in dem Umstände, daß ein in die Stadt gekomme-ner herrenloser toller Hund mehrere andere Hunde gebissen und mit dem Wuthgifteangesteckt hatte.

In dem Zeitraum von 1833 1839 sind nur:

1836 ... 7 Fälle und

1837 ... 4 Fälle,

in welchen Personen von wuthkrankcn Hunden gebissen worden, zur Kenntniß desKönigl. Polizei-Präsidii gekommen.

Wie viel von den überhaupt vorhanden gewesenen Hunden als Lurushunde anzu-nehmen, und wie viele zur Bewachung von Grundstücken, zum Betrieb des Gewerbes w.benutzt worden sind, ergicbt die anliegende Nachwcisung ebenfalls. Für die letztereArt von Hunden wird keine Steuer entrichtet, sondern den Besitzern ein Freischein fürjeven solchen Hund ertheilt.

In demselben oben angeführten Vcrhältniß, in welchem in den genannten Jahrendie Zahl der Hunde ab- oder zunahm, verminderte oder vermehrte sich natürlich auchdie Einnahme an Steuer, wie dies die anliegende Uebcrsicht ergiebt.

Im Jahre 183V betrug der Steuer-Ertrag nach Abzug der Verwaltungskosten.8,618 Rthlr., im Jahre 1834 nur 3,391 Rthlr., im Jahre 184V wieder 9,V93 Rthlr.

Diese schnelle Vermehrung der Steuer ist zwar recht erfreulich in Rücksicht aufden guten Gebrauch der davon gemacht wird, indem diese Gelder zur Beförderungder für alle Einwohner so bequemen Trottoir-Anlagen verwendet werden, andererSeits kann man jedoch nicht umhin, zuzugeben, wie diese Steuer-Vermehrung einZeichen sein dürfte, daß die Verpflichtung zur Zahlung derselben nicht mehr in demMaaße, wie früher, eine Hemmniß ist, Hunde zu halten; der beabsichtigte Zweck, dieVerminderung der Zahl der Hunde daher nicht mehr in dem Grade erfüllt wird, alsin früheren Jahren.

Daß die Steuer indeß immer noch bedeutend darauf einwirkt, und stets daraufeinwirken wird, das Anschaffen von Hunden zu verhindern, liegt in der Naturder Sache. Ohne diese Steuer würden wir jetzt vielleicht doppelt so viel Hunde inder Stadt haben, und zwar unnöthige, und daher schlecht gewartete und beaufsichtigteHunde.

Die zunehmende Anzahl der Hunde macht es der Verwaltungsbehörde noch ins-besondere zur Pflicht, strenge auf die gegebenen Vorschriften zu halten, und nicht durchein zu nachsichtiges Verfahren bei Einziehung der Steuern und Contraventionsstrafendie Anschaffung unnvthiger Hunde zu erleichtern.

Im Uebrigen darf aber auch nicht übersehen werden, daß die Vermehrung derBevölkerung Berlin's, auch die Zahl derer, welche Hunde halten, und somit die Zahlder Hunde selbst vermehrt.