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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
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Hörsaal und einer Klasse eingerichtet wurden. Dieser Bau hat 13,407 Nthlr.gekostet. Vor allen Gebäuden sind Granitplatten gelegt.

Die innere Einrichtung der Klassen und des Hörsaals hat 1,001 Nthlr. gekostet.An Miethen gehen zur Zeit von den vermietheten Lokalen von den Gebäudenall 2., 3. und li. jährlich 894 Nthlr. ein.

4Ü 5. und 0. Das Berlinische Gymnasium in der Klosterstraße Nr. 74., unddas dem Gymuasio zugehörige ehemalige Cantoratshaus, Probstgasse Nr. 14.

Das Berlinische Gymnasium, welches aus der Vereinigung der beiden Schulender Pfarr-Kirchcn zu St. Nikolai und St. Marien entstand, wurde in einem Theiledes vormaligen Grauen Klosters, dessen letzter Franziskaner Mönch schon einige Jahrevorher verstorben war, im Jahre 1374 eingeweiht. Durch die bis auf 148,000 Nthlr.angesammelte Schenkungen des aus Berlin gebürtigen Kaufmannes Streit zu Vene-dig, ans den Jahren 1732 und 1700, ward es möglich, 1780 bis 1788 das Gymna-sial-Gebäude, so wie das Wohnhaus des Direktors und der Lehrer, neu zu erbauen,auch die Streit'sche Stiftung mit ihren Freitischen und Stipendien in's Leben tre-ten zu lassen und das Gehalt der Lehrer zu verbessern. Im Jahre 1707 sind dasBerlinische und Cöllnische Gymnasium vereinigt und aus den unteren Klassen zweiStadtschulen geschaffen, von welchen der einen die Räume des Cöllnischen Gymna-siums angewiesen wurden und die zweite in den Räumen des Berlinischen Gymna-siums verblieb-

Im Jahre 1820 fand wiederum eine Trennung statt, und wurde die CöllnischeSchule zum Real-Gymnasium umgeschaffen.

Mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre vom 27sten Mai 1819 ward ein Theilder früheren Kloster-Gebäude (späterhin unter dem Namen des Lagerhauses bekannt),und demnächst durch die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 17ten August 1831 der da-hinter gelegene Theil der Anstalt zur Beschaffung von Klasscnräumen und Lehrerwvh-nungcu geschenkt; der letztere Theil aber erst, nachdem einige Zahlungen zur Unter-bringung der darin vorhandenen Verwaltung geleistet waren, am 0ten September>830 übergeben.

Der zuerst geschenkte Theil ist in den Jahren 1829 bis 1833 zu einem Hör-saal, einer Bibliothek und 8 Klassen ausgebaut, zu welchen Bauten, die 37,302Nthlr. gekostet haben, die Commuüe 29,000 Nthlr. hergegeben hat, der Mehr-bedarf wurde aus den Fonds der Anstalt bestritten. Die unteren Klassendes Gymnasiums sind in den bisherigen alten Räumen noch immer sehrschlecht placirt, und soll zur Unterbringung derselben auf dem zuletzt ge-schenkten Thcile ein neues Gebäude erbaut werden. Es hat jedoch bisherhierzu an Fonds gefehlt.

4.Ü 7. Das sogenannte Fürstenhaus in der Kurstraße Nr. 32. und 33. wurdeim Jahre 1078 nach Zeichnungen von Nering, für den Minister v. Dunkelmann erbaut,späterhin zur Wohnung für fremde Fürsten, die sich einige Zeit in Berlin aufhielten,bestimmt, und demnächst von verschiedenen Behörden und zuletzt vom KricgSministerio,(früher unter dem Namen des Ober-Krieges-Collegii fungircud) genutzt, nachdem dieHintergebäude neu erbaut waren.

Im Jahre 1823 wurde dasselbe von der Commune für 00,000 Nthlr. erkaust,und darauf diejenigen 23,000 Nthlr. angerechnet, welche die Commune vom Fiscusfür das sogenannte Scharrnhaus an der Ecke der Leipziger- und Wilhelmstraße erhielt.