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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
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Und so sehen wir denn, daß zwar jede Action der Natur, einzeln für sich betrachtet,so erscheine, als bestünde sie einzig und allein, als wäre Alles nur zu ihrem Dienste ge-schaffen, als wäre das Resultat jener Action, ein endlich zu erreichen bleibender Endzweck;daß hingegen bey Betrachtung aller Actione« zusammen genommen, bey Erwägung ihrerwechselseitigen Einwirkung, daß dann die Gesammraction der Natur, welche sich in unend-lich vielerlei) Modificationen äußert, keinen lehren bleibenden Endzweck beabsichtige, son-dern daß gleichsam in der Natur ein Streben nach unaufhörlichem Wirken, Schaffen undVernichten besiehe; und warum das? um zu Schassen und zu Vernichten. Die Actionder Natur ist in sich selbst bedingt, und wenn unS das unbegreiflich scheint, so kommtcS daher, daß wir Alles auf unsere individuellen Actionen zurückführen wollen, und nichtbedenken, daß wir ja nur einen einzelnen Thcil der gesummten Natur ausmachen.

h. Z?o. In der Folge war das Leben der Kaiser mehr gesichert, und hicdurch verloren sie inihrem Verfahren ihre ehemalige Nohhcit...... (S. iZ6.). Die Tyrannei) nahm eine andere Nich-

lnng; sie war weniger gewaltthätig, wirkte aber desto mehr im Verborgenen...... (S. iz6.). List,

ausgesuchte Künste, im Stillen verübte Handlungen waren es, welche nun weit mehr wie zuvor dazudienen mußten, den Hof zu beherrschen, und wodurch der Hof seinen Einfluß behauptete. Statt derKühnheit, womit ehedem eine schlechte That beschlossen ward, und statt jener ungestümen Kraft, wo-mit sie dann allemal ausgeführt wurde, statt dessen sah man nun bloß mehr die Lasier schwacher Gei-ster herrschen und nur mehr überlegte Verbrechen sich entwickeln (S. i;6.). Nichts wurde mehr deut-lich ausgesprochen, Alles ward nur stumm angedeutet, alles Verdienst ward herab gesetzt; Staats-männer und Feldherren wurden unaufhörlich jener Gattung von Menschen ausgeliefert, welche es wedervermögen dem Staate selbst zu dienen, noch es leiden können, daß irgend Jemand die Bahn desöffentlichen Dienstes ruhmvoll betrete sS. 156.).

Theils die Furcht der Kaiser, theils die Schwache des Reichs veranlaßtcn, daß man seine Zu-flucht dahin nahm, jene feindlichen Horden, welche das Reich zu überschwemmen bedrohten, durchGeld zu besänftigen sS. 160.).

Wenn in einer Nation jene Einheit verschwindet, wornach der Einzelne sich nur alsdem Ganzen untergeordnet betrachtet, wornach nur ein Wille, ein Streben, nur einGeist das Ganze beseelt, wenn Partheyen entstehen, deren jede sich nur durch Kämpfengegen die klebrigen zu erhalten im Stande ist; so beginnt die Nation den ersten Schrittzu ihrem politischen Untergange; sie ist in einem Zustande von Schwäche, von Wchrlosig-kcit gegen fremde Nationen; jedoch nicht aus Mangel an Kraft, sondern bloß aas ememfehlerhaften Systeme in den Richtungen dieser Kräfte zu einander, ja! es vermag sogareine von außen drohende Gefahr sie Partheyen zu vereinigen, allen Kräften ein centralesHinauswirken zu ertheilcn, und so dem Staate seine ursprüngliche Festigkeit politischerExistenz wieder zu geben. Ist aber einmal eine Nation auf jenen Grad von Erschlaffung