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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Herrscher erscheint hier als der niedrigste Sclnve der herrschenden Meinung cder des Vor-urtheils seiner Zeit.

H. Z67. Keine Klasse von Menschen ist gegen bevorstehende Unglücksfälle ängstlicher, als geradediejenige, welche, ihres Znstandes von Noth und Elend willen, (die daher nur wenig verlieren kann)am allerwenigsten zu befürchten hätte, u. f. w. (S. iz6.).

Dies gilt von jenen Menschen überhaupt, welche von Jugend an, mit Noth undElend kämpfend, sich stetö nur kümmerlich durchdringen konnten. Diese Menschen im Ent-behren aufgewachsen, unaufhörlich an ihre niedrigsten Bedürfnisse gemahnt, mit allenhöhern Ansichten des Lebens unbekannt; diese Menschen, welche nie in der Lage waren,durch den vollen und ungestörten Genuß irdischer Güter zu einer achten Würdigung dersel-ben zu gelangen; sondern, welche vielmehr jene Güter größtentheils nur in der Hoffnung,und als der Nacur gewaltsam abgetrotzt, zu genießen vermochten, wodurch jene Güter inihren Augen jenen Werth erhalten mußte», welchen nur die ausschweifendste Phantasie den-selben ertheilen kann; jene Menschen sind im Allgemeinen genommen nur eines SelavcmsinneS fähig. Es ist daher sehr natürlich, daß sie den Verlust des Wenigen weit mehrfürchten als der im Ucberflusse Aufgewachsene vor dem Verluste des ungeheuersten Vermö-gens erschrickt. Die Zaghaftigkeit bey eintretenden Unglücksfallen unter der vom Elendeniedergedrückten Menschenklaffe bezieht sich auch noch auf die Furcht vor etwa eintretendeneigenen O.uaalen. Dergleichen Menschen sind der Seelengröße nicht fähig, sich über kör-perliche Leiden hinauszusetzen, da hingegen derjenige, dessen Geist durch höhere Verhältnisseeinen erhabenern Schwung angcnommmen hat, im Stande ist, durch eine eigene Art vonGeisteSabstraction, durch eine Art sclbstgeschaffener Illusion seine Aufmerksamkeit von seinembloß thierischen Zustande abzuwenden. Dieser durch einen eigenen Adel der Gesinnung zueinen, höhern Wesen gesteigert vermag sogar, in dem Bcwußtscyn seiner eigenen Größe,die sich in dem standhaften und und gleichgültigen Ertragen körperlicher Leiden verkündet,in dem Entdecken einer umwohnenden Majestät reichlichen Ersatz für alle vcrlohrnen Vor-theile zu finden.

§. zSz. Die schreckliche Tyrannei) der römischen Kaiser hatte ihren Ursprung in dem National-gcisec der Römer selbst. Da diese jählings in eine unumschränkte Alleinherrschaft verfielen, und dabei) ihnen nur ein höchst kurzer Zwischenraum vom Befehlen zum Gehorchen hin statt fand, so warensie zu diesem Uebergangc durch mildere Sitten nicht vorbereitet. Der rohe unbeugsame Charaetcr bc/hauptcte sich auch noch hier wie zuvor; den Bürgern des Staats widerfuhr dasselbe, was sie anüberwundenen Feinden ausgeübt hatten, sie wurden nach demselben Systeme beherrscht, als sie che/dem selbst geherrscht hatten. Der in Rom siegreich einziehende Sylla war ganz derselbe Sylla alsdamals, wo er sich Athens bemächtigt hatte; er handelte in bevden Fallen nach einem und demselbenWölkerrechte. In jenen Staaten, welche nur nach und nach einem Einzigen unterworfen werden,wird die Willkühr des Regenten, wenn gleich nicht allemal durch Gesetze, so doch im Allgemeinendurch die Sitten und den eigenthümlichen Geist des Volks beschränkt (S. rasch.