nach Verknüpfung mit der übrigen Materie; sie kündigt dieses polare Streben deutlichdurch die plastische Aetion in ihrer Entwicklung an. Denn ein Theil der Pflanze senktsich in den Korper von dein sie ausgeht, und ein Theil entfernt sich von diesem Körper.Die crpptoaamischen Gewächse, z. B. die Moose an Baumstämmen, an senkrechten Fel-senwanden, üben während ihrer Entwicklung eine plastische Aetion ans, welche ein Serc.den andeutet, sich von jenem Körper zu entfernen, von dem sie unmittelbar ausgehen (z.B. die Moost an einem senkrechten Baumstamme wachsen horizontal hinaus, also nacheiner Richtung, welche die zweckmäßigste ist um sich vom Baumstamme zu entfernen).Die volikommnern Pflanzen hingegen treibe» ihre Bluthenkeime nach einer Richtung, diesenkrecht auf den Horizont steht; und wohl gemerkt, in jedem Falle ohne Rücksicht aufden einzelnen Körper, von dein die Psianze ausgeht (z. B. die Bäume stehen auf densteilsten Abhäng.n senkrecht auf den Horizont, nicht senkrecht auf den Abgang. DerM'.stel oder Vogclleim, der aus einem Aste von welch immer einer läge hervorwächff,hat allemal eine Richtung gegen die Höhe, wenn gleich durch die Schwere der Stünzelund Blätter hiebey zuweilen ein Herabviegen erzwungen wird. Die crebris rubra in mei-nem vierten Versuche »ahn, in ihren Blüchen tragenden Ehesten eine abnorme Richtung, bloß»in dem Streben nach dem verticalen Hinauswachsen zu folgen). Fasten wir diese zweyerleyvegetativen Tendenzen zusammen, welche bcyde ein Streben nach selbstbcdingker Aeuondarstellen, und folglich ans einem und demselben Prineipe hervorgehen; so entfaltet sich unsein eigenes Geseh, wornach dieses Streben in den verschiedenen Stufen der Organisationmodistzirt wird. Ja! wir erblickrn hur abermals, wie überhaupt bey dein philosophischenEindringen in den Geist der Naturerscheinungen, eine Analogie, die sich auf eine überra-schende Weise von selbst ergibt.
An der umcrstrii Stufe der Vegetation bezieht sich das Streben nach Entfernung vonder Basis Aosi aus die unmittelbare Basis selbst, bloß auf dui Standpunkt der Psianzevon den, sie ausg pt, unmittelbar (das MooS am Baumstamine erhalt seine Richtungdurch die Lage des Baumstammes). An der höhern Scnfe er Vegetation bezieht sichdas Streb "! nach Entfernung von der Basis nicht aus die unmittelbare Basis selbst, nichtans den Sm - unkt der Psianze, von dem sie ausgeht, sondern auf den Erdplaneten über-haupt (die cr< bris rubra, im IV. Versuche wuchs mit ihren Bluthen tragenden Thtilensenkrech. auf d-n Horizont von unten hinauf, ob sie gleich auf ihren Standpunkt einseitigbezogen, von oben herab hätte wachsen sollen. Die Gerste wuchs im ersten und drittenV egiche mit i, cm Bluthenkeime senkrecht ans den Horizont von unten hinauf, obwohlder Blüthttikeim, wenn er von oben herab g- wachsen wäre, nur drey Linien durch die Erdezu : tilgen gebraucht i^atte, da er hingegen bey zemem Wachsen von uuren hinauf Z ZollErbdicke zu durchlaufen hatte).