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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
318
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Ich nahm einen leeren Gartentopf; setzte ihn verkehrt vor mir hin, und bohrte inden Boden desselben eine kleine Oeffnung, und zwar harc am Rande des Gefäßes. Nunsitzte ich eine junge erst aufgekeimte cmcssris rubra in diese Oeffmmg ganz auf dieselbe Art,als vorhin die crabrls rubra in die mittlere Oeffnung des Bodens gesetzt worden war,und verfuhr ganz wie vorher. In einem Tage bemerkte ich abermals ein Aufbiegen desaufsprossenden Blüthenstengcls, und zwar wie ich vermachet harte, nach jener Seire hin,wo die Pflanze jogleich in die Hohe schießen konnte. Hier harte also dieselbe mit einemAnalogen von Spontaneität, von Planmäßigkeit ihre Action ausgeübt, denn sie konnte jaauch nach jeuer Seire hin sich aufbiegen, wo sie an dem Boden des GefaßeS angestoßenund dann einen langen Weg hindurch längs desselben sich sortg, schlichen hätte.

Noch muß bemerkt werden, daß im Versuche IV und V bloß jene Theile merklichaufwärts gebogen wurden, an deren Enden Knospen und Blüthen kommen sollte»; daß hin.gegen die übrigen Blätter, die zu der höhcrn Function der Befruchtung nicht bestimmt sind,hcrabwuchsen, und ganz jene Lage hatten, die sie aus der Combinarion der Schwere undder Elasticitat ihrer Stengel Habel, mußten. Dieser Umstand ist für die philosophische An-sicht des Gegenstandes von dem höchsten Interesse, wie weiter unten gezeigt werden soll.

ss 298. Betrachten wir die hier angeführten Versuche, wo wir mit aller Kunst esnicht dahin bringe!, konnten, die Wurzel auswärts, denj Bluchenstengcl abwärts wachsenzu machen; erwägen wir fcrnerö, daß das in die Höhe wachsen sich vorzüglich kräftig anjenen Theilen der Pflanze äußert, welche durch Blüthe, T eftnchtung und Saamentragengekrönt zu werden bestimmt sind; werfen wir endlich unsere Blicke auf die an Baumstäm-men, an Felsenwanden sich entwickelnden Moose, cryptogamischen Gewächse von einen: un-vo liommnrn Pflanzenleben, und bemerken hiebey, daß hier ke.n Streben nach aufwärtsbesteht, sondern bloß nach jener Richtung hin, welche senkrecht auf den Stamm oder aufdie Felsenwand gedacht werden kann ch. Berücksichtigen wir dieses Alles, und fassen cSals zu einer Euchen combinirt in der Idee auf, und zwar nur jener Lebendigkeit, mitw lcher man allein an die lebende Natur sich wagen darf, wenn man nicht von ihr alscii, ü.sipider Crystall frostig zurückgewiesen werden will; halten wir unscrm Geiste diesesBild über vegetative Actw» vor, und fragen nun ohne vorgefaßter Meinung bloß in derDemuth des Forschenden: Wclche ist die Idee, welche hier verk ör Pert darg c-siellt wird? welche Bedeutung sollen wir diesen Erscheinungen gebenwenn wir sie in der übrigen Natur und in unserm Geiste abgespiegelt er-blicken wollen? Fragen wir auf diese Weise, so scheint es, als ließe sich die Natur

ch DU! ri.n der Fall sc», habe ich bey meinen Waldbcrcisungen täglich die Erfahrung u, macbe,, auIc a» it. Wersen Moo,e envao langer, ,0 hangen sie durch ihre Schwere herab, und bilden gleich-fam einen Ban >m den ^anmalten. ^ ' " v.,cca gnicp.