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§. 245. Wir haben bisher von den Erscheinungen der Wärme an und für sich, undund eben so von den Erscheinungen des Lichtes gesp'.ochni. Im Folgndei. soll Eiligesüber jene Erjcheimmgcn gejagt werd n, bey denen Wär-ne und Llchr zugleich concnrriren;welches vielleicht in allen Fallen geschieht; allein, wir sind hierin Nicht allemal fähig eszu bemerken.
§. 246. Licht und Wärme zeigen in vielen Fällen eine Analogie in ihren Wirkungen.Für diese Fälle wäre es interessant die quantitativen Gesetze zwischen dem thermomecrischenund photometrischen Grade zu bestimmen, d. h. durch Vensuche auszumitteln, welcherGrad der Temperatur erfordert werde, um in derselben Zeit dieselbe Wirkung hervorzu-bringen, als ein bestimmter photometeischer Grad des Lichtes.
Gay Lussac und Thenard haben über die Analogie der Wirkungen von Licht undWärme einige sehr schöne Versuche bekannt gemacht, die ich hier kurz anführe "):
Gold- und Silberauflösung in Berührung gebracht mit Oelen, Aether und Kohle,wird durch Licht zersetzt; so wie auch durch eine Hitze von 100°, wie Rumford gezeigthat.
Die liquide oxydirte Salzsäure wird durch ein nicht sehr starkes Licht zersetzt; sie wirdes aber auch durch eine Wärme nach der Dunkelrothglühhitze.
Die cdnrenrrirtc Salzsaure wird zersetzt durch einsehr lebhaftes Licht; sie wird eö auchdurch eine Wärme fast gleich der Dunkelrochgluch.
Das oxydirtsalzsaure Gas vermischt entweder mit Hydrogengas, oder hydrogenirtemKohlenoxydgaS, verpufft bey Berührung der Sonnenstrahlen; es verpufft auch bey einerHitze von 125 — 160°; die Zersetzung erfolgt bey einem schwachen Lichte oder bey schwa-cher Warme nur langsam.
Das schwarze Quecksilberoxyd verwandelt sich in rotheS am Lichte; dieselbe Verände-rung erfolgt durch die Wärme.
Braunes Bleyoxyd, und ohne Zweifel auch die Oxyde von Silber, Gold und Pla-tina zersetzen sich im Lichte; sie zersetzen sich auch in der Wärme.
Die Farben des SastorS, Campeschenholzeö, Brasilienholzeö, Curcumä, und Wauwerden durch Wärme und auch durch Licht zersetzt.
Gay Lujjac und Thenard schließen aus diesen Versuchen, daß, da das Licht keinechemische Wirkung äußert, welche nicht eine mehr oder minder starke Wärme auch her-vorbringen könnte, es dargethan sey, daß die Wirkung des Lichtes ganz dieselbe, als dieder Wärme bey chemischen Erscheinungen sey; und weil man bisweilen eine der Dunkel-
») Schwciggcrs Journal 1812.