Druckschrift 
Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

hütter dein zweyten Prisma ck farbig, als er erscheine ck' farbig, oder als er erscheine ck°farbig u. s. w.

Beziehen wir unsere Theorie über die Entstehung des Farbenbildcs an der hinterdein Prisma befindlichen weißen Oberfläche (Oberst, che von normaler luinisizirender Reac-tion, wenn sie in die Operarionslinie von normaler luinisizirender Actio» versetzt wnd),auf die allerersten Grundsätze, wornach wir das Phänomen der sogenannten Strahlenbre-chung betrachteten, wobey wir an der Lumisicationsfortleitung innerhalb der Glasmasse eindoppeltes Streben annahmen, nämlich nach nie und nie' (letzteres als Resultat der Be-strebungen nach den Kegeloberstächen), und wobey wir in diese zweierlei) Bestrebungendas Verhältniß erblicken, nach welchem der Glaspunkt a sieh auf den leuchtenden Punktd und zugleich sich auf die übrige Glasmasse ALL!) bezieht, wobey folglich das Ver-haltniß zum activen Verhalten von Seiten des Glaspunktes a in Ausübung seiner Lumifi-cationsfortleitung hervorging; fassen wir alles dieses zusammen, verlieren wir unsere Ansichtnicht aus dem Auge, und abstrahiren wir gänzlich von der gewöhnlichen atomistischen kicht-theorie; so sehen wir ein, daß der beleuchtete Glaspunkt n (durch die Sonne d) rück-stchlllch seiner kumificationsforclcitung innerhalb der Glasmasse nicht bloß lumi-

fizirende Actionen von verschiedener Modification zu gleicher Zeit ausnbe; sondern, daß erin Ausübung dieser lumifizirenden Actionen ein eben so mannigfaltiges Verhältniß despassiven Verhaltens zum acriven Verhalten äußere, d. h. daß er für jede Modificationseiner lumifizirenden Aetion ein eigenes Verhältniß in den Bestrebungen »ach alc und nachalck beobachte. Wäre dieß nicht der Fall, würde der Punkt a dasselbe Verhältniß despassiven Verhaltens zum activen Verhalten, bey allen Modificationen der lumifizirendenAccion aussprechen, oder, würde er bey allen Modificationen der lumifizirenden Actiondasselbe Verhältniß der Bestrebungen nach ad und ad^ die ium-fication fortzuleitcn, äu-ßern; so miißte das Resultat aller seiner Bestrebungen in eine und dieselbe Diagonalefallen, und es gäbe dann kein Farbcnbild, sondern bloß einen weiß erscheinenden Punktlstnter dem Glasprisma. So aber bewiesen uns die verschiedenen Richtungen der Lumifi-cationsfortleitung rücksichtlich der verschiedenen Modificationen in der lumifizirenden Actio»des Punktes a, daß er wirklich für jede Modification ein eigenes Verhältniß des passivenVerhaltens zum activen Verhalten beobachte. Ja! was noch auffallender ist, er beobach-tet in allen Fällen (bey allen Einfallswinkeln in dag) einerlei) Rangordnung unter diesenVerhältnissen, und verkündet hicdurch gleichsam die Rangordnung unter den verschiedenenModificationen seiner lumifizirenden Accion. Das ist so zu verstehen: wenn der Punkta bey irgend einem Einfallswinkel dag rücksichtlich der Modification «ein größeres Ver-hältnis; des passiven Verhaltens zum accivcn Verhalten äußert, als rücksichtlich der Mo- ^dificacion /?, so thut er dieß bey jedem andern Einfallswinkel dag auch (bey allen Ein-