Druckschrift 
Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

2L2

und in beyden Fällen habe die Kraft ? zc> Seeunden auf die Massen ^ und L gewirkt;im ersten Falle hat die Masse eine Geschwindigkeit o, im zweyten Falle eine Geschwin-digkeit v und zugleich eine Winkelgeschwindigkeit -ev, erhalten. Die Kraft ? ist daherim Stande, in einer Masse fortschreitende und zugleich Umdrehungsbeweguug hervorzubrin.gen, und dennoch bringt sie in einem Falle bloß fortschreitende, in einem andern Fallebeyde Bewegungen zugleich hervor. Gesetzt nun, wir wären mit den Gesetzen der Mecha-nik nicht bekannt, und es wäre, ans irgend einer Ursache nicht möglich, die Massen ^und L der Einwirkung der Kraft ? anders auszusetzen, als die Masse ^ central und dieMasse L excentrisch, so könnten wir sagen, der Körper ^ ist ein fortschreitend sich bewe-gender Körper, und der Körper IZ ist ein sich fortschreitend-rotatorisch-bewegender Kör-per; oder wenn wir die fortschreitende Bewegung die a-liehe, und die fortschreitend-rota-torische Bewegung die k-liche Bewegung (bloß als sinnliche Erscheinung, wobei) wir nichtszu trennen vermöchten, aufgefaßt) nennen möchten, so könnten wir sagen: Der Körperist ein a-lichcr Körper, und der Körper L ist ein löblicher Körper; denn wenn manerstercn der Kraft ? aussetzt, so erhält er allemal eine a-liche Bewegung, und wennman letztern der Kraft ? aussetzt, so erhält dieser allemal eine b-liche Bewegung. Mankönnte dicß mit eben dem Rechte sagen, als man z. B. sagt: der Körper ^ ist ein grü-ner Körper, hingegen der Körper L ein rother; denn wird ersterer der Beleuchtung aus-gesetzt, so erhält er eine grüne Farbe, und L erhält unter denselben Umstanden, eine rotheFarbe u. f. w. , .

Und so ließe sich denn auf diese Weise, ohne Annahme von Schwingungen oder Be-wegungen; ohne eine Lichtmaterie zu singiren, bey welcher jeder einzelne Strahl, aus ver-schiedentlich gefärbten Strahlen zusammengesetzt wäre, das Phänomen des FarbenspcctrumSauslegen; freylich nur auslegen; sehr unvollkommen erklären; was vermag aber auchder Mensch zu erklären?

H. zzk. Die verschiedenen Grade der Durchsichtigkeit, und endlich der niederste Gradderselben, die Undurchsichtigkeit, lassen sich nach unserer Ansicht sehr wohl begreifen. Der^ U O v ist nämlich um so durchsichtiger, je weiter in die Masse hinein, die Lumificationvom Punkte a aus, nach der combinirten Richtung der Fortleitung fortgesetzt werden kann.Es läßt sich sehr wohl denken, daß jeder einzelne Punkt einen eigenen Widerstand äußere,um zur Lumisication geweckt zu werden, welches um so mehr einleuchtet, wenn man be-trachtet, daß die Lumisication eines an sich dunkeln Körpers in demselben ein erzwungenerZustand ist, indem er ja sogleich zu leuchten aufhört, wie er nicht mehr durch den leuch-tenden Punkt influenzirt wird. Die Action des LeuchtenS unterscheidet sich hier wesentlichvon der Action der Bewegung, bey welcher letztern bloß die Trägheit der Masse zn über-wältigen ist, indem die einmal ertheilte Bewegung unausgesetzt fortdauert, wenn auch der