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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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man annehmen, daß eine Beugung der Lichtstrahlen nöthig ist, damit das Lichc des ge-beugten Strahles in verschiedenen Punkten auf dus Prisma falle, bey diesem Auffallen ver-schiedene Einfallswinkel habe, und vermöge dieser und der Gestalt des Prisma verschiedentlichgebrochen, und nach Beschaffenheit der Gasart zerstreut werde. Wenn also die Mitte desBildes eines Lichtstrahls, der durch eine Qeffuung hindurch geht, und auf ein Prismafallt, weiß ist, und nur die Ränder gefärbt erscheinen, so rührt dieß daher, daß die mitt-leren Strahlen durch die Ränder der Oeffnung nicht gebeugt worden sind. Das weißeprismatische Licht ist von anderer Natur als das freye. Beugung des Lichtes vor oderhinter dem Prisma ist zur Entstehung des Bildes nöthig. Alle Körper beugen das Lichtgleich stark. Prismatisches weißes Licht gibt nach einmaliger Beugung schon Farben;hingegen freyeö erst nach einer zweymaligen ").

Am prismatischen Bilde (spmctimin solare) scheint in jedem einzelnen Farbenbilde,der Chemismus sich auf eigene Weise zu äußern, wie Ritter, H. Davy und mehrereändere gezeigt haben. Es mag hier eine Analogie mit den Erscheinungen an der volrai-schen Säule bestehen. Jndeß sind dieß noch Vermuthungcn, die sich bloß auf dunkleVorstellungen beziehen

§. 222. Unter den mancherlei) Erklärungsmcthoden des Phänomens der Farbcuer-scheinungen gehört unter andern jene von Secbek "), welcher nur drey Hauptfarbcn an-nimmt: Gelb, Roth, Blau, u. s. w.

H. 223. Im Artikel Anatomismus und PlasticismuS am Anorganischenwurde das eigentliche Wesen der leuchtenden und beleuchteten Körper schon erörtert; ich ver-weise also auf diesen Gegenstand dahin.

Eben so wurde daselbst das Wesen durchsichtiger und undurchsichtiger Körper erörtert.

§. 224. Nach der angenommenen Theorie von der centralen Ausstrahlung des LichtSbey einem leuchtenden Körper, es mag dieser eigenes oder erborgtes Licht ausstrahlen, d. h.ein leuchtender Korper an und für sich, oder ein beleuchteter Körper seyn; nach dieser Hy-pothese wird angenommen: Es werde ein Punkt nur dann gesehen, wenn die Spitze des

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*) Äch habe hier, um leichter verstanden zu werden, die allgemein üblichen Ausdrücke: Beugung u.f. w. beybehaltcu, ob sie gleich stillschweigend die Hypothese von der Materialität und Bewegungdes Lichts voraussetzen. Ich begnüge mich bloß zu erinnern, man müsse diese Ausdrücke nicht inihrem buchstäblichen Sinne nehmen, sondern sie ans dieselbe Weise auslegen, wie dieß bey den Ausedrücken, Brechung und Zurückwcrfung der Strahlen von mir geschehen ist. Die Beugung läßt sichgleichfalls durch eine eingebildete Linie, welche von der Are des Strahles abweicht, ausdrücken....

") H. Davv gibt in seinen Elementen des chemischen Thcils der Naturwissenschaft einige Winke hier.'über 1 Th. S. i33.

*55) Schwciggcrs Journal ic Band.