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Iii einem bestimmten Raum Luft, von jeder Dichtigkeit und im leeren Raum istbey ei>»cr gegebenen Temperatur immer gleich viel Master als Dampf aufgelöst, wenn inbeyden Fällen die Wasserdämpfe aus dem Master ungehindert in den Raum treten kön-nen (Dalton) "). Die Menge dieses Wasterdampfes nimmt mit der Temperatur zu.
Nach Daltons Ansichten läßt sich der, den in der Atmosphäre befindlichen Waster-dämpfcn ausschließlich entsprechende Barometerstand, nicht aus jenem Thcrmometerstandebestimmen, welcher in der Atmosphäre überhaupt besteht; sondern bloö aus jenem Ther-momctcrstande (mit Hülfe der oben erwähnten Daltonstchen Tabellen), bey welchem die>eWasterdampfe anfangen, sich niederzuschlagen. Dieser Thermometerstand kann der Conden-sationSpunkt der Wasterdampfe genannt werden. Dalton findet demnach den bloö derWasterdampfatmosphäre entsprechenden Barometerstand aus dem jedesmaligen Condensa-tionSpunkte dieser Wasterdampfatmosphäre. Um diesen zu finden, bedient er sich einermit Master gefüllten Flasche und beobachtet den Thermometerstand dieses Wafierö. JenerThermometerstand min, bey welchen: die Flasche ansangt, mir Dünsten beschlagen zu wer-de»', ist der CondensationSpunkt der Wasterdampfatmosphäre. Die Möglichkeit des Be-stehens der verschiedenen Temperaturen des Wasterdampfes und der Luft einzugehen, mußman überlegen, daß der Temperatur - Ueberschuß der Luft zur Erzeugung der Dämpfewirke
Sonst hat man angenommen, daß sich Wasser unter einer Temperatur von 23^ R.mit den Gasarten nur chemisch verbinde, oder daß eine chemische Austösung stakt finde;und daß es über 30° R. erhitzt eine elastische Flüssigkeit besonderer Art, nämlich Dampfwerde. Pictet hat mit Dalton diese Theorie entworfen, und nimmt an, daß bey jederTemperatur, Wasterdampf gebildet werde, der für sich, als eine eigene GaSart, in derAtmosphäre bestehet. Der einzige Unterschied, der zwischen einer vcrdünstenden und kochen-den Flüssigkeit statt findet, ist der, daß sich bey jener Dämpfe, nur von der Obcrstache derFlüssigkeit, bey dieser aber auch im Innern derselben bilden. Jenen Dämpfen setzt dieAtmosphäre kein Hinderniß entgegen, diesen aber durch ihren Druck auf die Qberftäche derFlüssigkeit; denn eine gasformige ober dunstförmige Flüssigkeit drückt aaf keine solche Flüs-sigkeit, von anderer Natur, wohl aber auf jede tropfbare Flüssigkeit.
Dalton stellt über die Vcrdünstung Folgendes auf"""'): Die Menge der Verdunstungeiner Flüssigkeit ist bey übrigens gleichen Umständen, den Elasticicäten der sich bildenden
6Zill>. Aunal. 180?.**) Gilb. Anual. 180z.
*5*) Gilb. Amial 180z.