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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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fortpflanzet, bediente sich Biot einer eisernen Stange, die Zoll stark und 7 Fuß langwar, und in welcher niedrere Höhlungen gebohrt waren, um Thermomcterkugcln aufzu-nehmen; die Zwischenräume wurden init Quecksilber angefüllt; diese Stange wurde mitdem einen Ende in Wasser gestellet, das auf 60^ Reaumur erhalten wurde. Erst nacheinigen Stunden blieben die Thermometer stehen. Viot fand, daß sich diese Zunahme»der Thermometcrstande durch eine logarithmische Linie ausdrücken lassen, wenn man zu ih-ren Absrisscn die Entfernungen der Thermometer vom Brennpunkte,und als Ordinate» dieDifferenzen der Temperaturen annimmt.

Die theorecische Untersuchung bauet Biot auf den Newton'schcn Satz, daß, wen 2Körper von verschiedenen Temperaturen mit einander in Berührung kommen, die Mengeder Warme, die der wärmeren Körper dem kältern in einer sehr kurzen Zeit mittheilr, bcyübrigens gleichen Umständen, dein Unterschiede ihrer Temperaturen proportional scy. Die-ser Sah ist von Richmann, Kraft und Rumford bestätigt worden.

Newton hat hohe Temperaturen durch ein Verfahren untersucht, welches auf dasGesetz, nach welchem die Körper in der Luft abkühlen, gebaut ist. Nach diesem Gesetz,welches hernach Richmann durch Versuche bestätigt hat, befolgt die Abnahme der Wär-me eiiw geometrische Reihe, wenn die Zeit in einer arithmetischen fortgeht, d. h. die Cur-ve, die die Warmeabiiahmc anzeigt, ist eine logarithmische Linie; mittelst dieser kann manalso, wenn man die Temperatur des Körpers in einem gegebenen Augenblicke kennt, auchseine Temperatur zu jeder Zeit finden, vorausgesetzt/ daß die Temperatur der Lust sich im-mer gleich bleibt.

Biot hat aus seinen obigen Versuchen eine eigene Art von Pyrometern angegeben,welche auf Folgendem beruht: Eine Stange wird, an einem Ende so lange erhitzt, bisein Thermometer, welcher in einer bekannten Entfernung vom Brennpunkte absteht, sta-tionär geworden ist; aus diesem Thermometergrade wird die Temperatur des Focus ge-funden. Ist nämlich ^ die Temperatur im Brennpunkt, D die in der Entfernung x, so istfür die Elsenstange ^ ck'a", wo IoA. a 0,220074, zu den gefundenen > muß diebestehende Temperatur der Luft addiret werden; x ist in Decimetcrn zu messen.

§. ?Ze). Es ist schon im Artikel Anatom ismus und Plasticiömus am An-o rganischen gezeigt worden, wie die Ausdrücke Strahlenbrechung, Strahlc er-zürn ckwerfung zu verstehen seyen. Wir bedienen lins derselben nicht in ihrer buch-stäblichen Bedeutung, da wir sonst Materialität und Bewegung von Licht und Warmeannehmen mußceu; sondern wir wenden diese Ausdrücke bloß als kurz gefaßte Beschreibun-gen jener Phänomene an, die wir an Licht und Wärmestrahlcn und an durchssytigen undundurchsichtigen Körpern wahrnehmen. In diesem Geiste muß das Folgende gelesenwerden.