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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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IZZ

Lavoisicr's lehre anzuwenden sich bemüht, so hat die ältere Theorie noch ihre standhaftenVercheidiger, wohin vorzüglich Bcrzclius gerechnet werden muß.

Ich will hier blos ganz kurz die Verthcidigungsgründe des Berzclius anführen, dahieraus zugleich auch die Gründe bekannt werden, welche H. Davy für seine Behauptun-gen angibt ").

Daß Humphry Davy trockenes orydirtsalzsaures Gas, mittelst durch galvanische Ent-ladung glühende» Kohle nicht zerlegen konnte, laßt sich auch dann noch erklaren, wennman das opydirtsalzsaure Gas als Verbindung aus Salzsäure und Orygen betrachtet, unddie Salzsaure als aus Radikal und Orygen zusammengesetzt, betrachtet. Denn bey Da-vy's Versuch war zu erwarten, entweder Kohlensiossoxydgas und Salzsäure, oder Kohlen-stofforydgaS und Radikal der Salzsäure zu erhalten. ErstereS konnce dadurch unmöglichwerden, daß die Salzsäure vielleicht nicht im wasserfreyen Zustande bestehen kann. Letzce-res könnte dadurch unmöglich werden, daß besagtes Radikal zum O.rygen mehr Affinitätbesitzen möchte, als der Kohlenstoff. Davy's Erfahrung, daß oxydirtsalzsaurcS Gas voneiner erhitzten Salzbasis (z. B. Metalloxyd) verschluckt, und daß zugleich soviel Oxygcnentbunden werde, als diese Salzbasis an Oxygen erhält, dieß Phänomen läßt sich sehrwohl nach der altern Lehre erklären, indem man annimmt, es verbinde sich mit der unver-änderlichen Salzbasis die Salzsäure; ja sehr merkwürdig ist es, daß nach Berzelius Lehrevon den festen Mischungsverhältnissen, in dem erwähnten Falle aus der oxydieren Salz-säure, gerade so viel Oxygen müssen entbunden werden, als die Salzbasiö an Oxygenenthalt.

H. Davy (sagt Berzelius) hatte vielleicht nie daran gedacht, die oxydirte Salzsäureals einfachen Stoff zu erklären, wäre ihm meine Lehre von den Mischungsverhältnissen be-kannt gewesen, als er die erwähnten Versuche anstellte. Dann geht Berzelius die wich-tigsten Behauptungen der neuern Chemie (»ach Davy, Gay-Lussac w.) über Chtorine,Jodine, Fluorine kritisch durch, und durchgeheuds zeigt er, wie sich alle darauf beziehen-den Phänomene, nach der älter» Lehre auf eine gewöhnlich einfachere Art, und oft mitüberraschender Uebereinstimmung der elektrochemischen Proportionslehre erklären lasten.Schließlich führc er dann an, wie wenig Grund vorhanden scy, die altere Lehre zu ver-werfen, gegen welche in allen bisherigen Erfahrungen kein einziger Widerspruch vorhandenist; es wäre denn, daß man die bisher noch nicht zu Stande gebrachte Zersetzung deroxydirten Salzsaure als einen Beweist ansehen möchte, als sey dieselbe ein^ einfacher Stoff;allein, ist denn un zerlegt und unzerlegbar ein und dasselbe?

*) Gilberts Annale», iziz. 8.