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§. zy. Wenn ein Lichtstrnhl, nämlich dasjenige, was sich gegen einen widerste-henden Körper, und an der Waage, nicht als materiell darstellt, das sich aber unserenGesichte, als ein durch und durch leichtes von prismatischer Form, gleichsam als eine leuch-tende physische Linie darstellt, wenn ein Lichtstrahl, sage ich (von dessen Natur ich hiergänzlich abstrahier), mit der Oberstäche eines Körpers, einen bestimmten Winkel bil-det!, und hinter diesem Körper ein anderer steht, so wird letzterer beleuchtet, oder nicht.Im ersten Falle heißt der vordere Körper durchsichtig, im zweytcn undurchsichtig.
Im ersten Falle wird die Beleuchtung nicht allemal in jenem Punkte statt finden,welcher in der fortgesetzten A,re des Strahles liegt (hier wird vorausgesetzt der HintereKörper befinde steh innerhalb des Körpers mit dessen Oberfläche der Strahl den Winkel« an der vordem Seite bildet). Zieht man von dem Berührungspunkte des Strahlsmit der körperlichen Oberflache, eine gerade Linie, nach dem Beleuchtungspunkte des hintern Körpers hin, so erscheint die Apc des Strahls mit jener eingebildeten Linie als eineim Berührungspunkte gebrochene Linie. Es heiße der Winkel, den die eingebildete Liniemit der benannten Oberstäche bildet — so besteht folgendes Gesetz: Bey allen Ver-änderungen des Winkels «, und der sich hier ergebenden Veränderungen am Winkelkommen beyde Linien allemal in eine und dieselbe Ebene zu liegen (diese Ebene heiße Bre-chungsebene), und überdieß besteht ein constautes Verhältniß unter den Kinuken derWinkel 90° — und 90^ — ^2. Wohl gemerkt, in so ferne an den beyden Mit-teln vor und hinter der benannten Flache nichts geändert wird. Denn, die Abweichungder eingebildeten Linie von der Axe des Strahls wird zunehmen (unter übrigens gleichenUmständen), wenn das hinter der Fläche (nach dem beleuchteten Körper hin) bestehendeMittel an Dichte zunimmt; ferners auch, wenn es an der Fähigkeit zu brennen, zunimmt.
Nach welcher Hypothese Newton diese Erscheinung erklärt, ist jedem Schüler be-kannt und wird weiterhin vorkommen.
Auf ähnliche Art läßt stch das Phänomen der sogenannten Zurückwerfung des Lichtesbeschreiben und erklären.
H. 40. Wenn ich hier eine äußerst elementare allgemein bekannte Erscheinung weit-läusig beschrieben habe, so geschah es darum, weil sie ganz vorzüglich geeignet ist, um zuzeigen, wie die Erscheinung meiner schon mehrmals geäußerten Meinung gemäß, vonallen hypothetischen Voraussetzungen rein, bloß wie sie unmittellar sich den Sinnen dar-stellt, beschrieben werden sollte. Eine solche Beschreibung nehme man dann als Basisder namrphilosophischcn Untersuchungen, Muthmaßungen ..... an, betrachte aber immeralles darüber angestellte Raisonnement als bloße Muthmaßungen. Nur auf diefim Wegewird man von dem falschen Wahne entfernt bleiben, die Wirklichkeit aus der Idee con-siruiren zu wollen, ohne jedoch in den groben Empirismus zu verfallen. Bey jener Me-