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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Bey vielen dieser Reihen sind wir im Stande, jene verbindenden Glieder, anzugeben,wodurch je zwey von solchen Reihen in einander übergehen. Merkwürdig ist c6 aber, daßdiese Verbindungsglieder, und die durch dieselben sich an einander knüpfenden Reihen,oft in sehr entfernten Welrgegenden zerstreut sind.

Ma>l muß bey Betrachtung der Wohnorte der mancherlei) lebenden Geschöpfe, diephysische von der geographischen Verbreitung wohl unterscheiden. Die physische Verbrei-tung eines Individuums oder auch einer Gattung steht sehr oft im umgekehrten Verhält-nisse mit der geographischen Verbreitung.

Die im Wasser und in kältern Gegenden lebenden Säugthicre haben im Allgemeinendichtere und dickere Haare als die in wärmern Gegenden und auf dein trockenen Landelebenden. Ein ahnliches Gesetz zeigt sich an den Vögeln rücksichtlich ihrer Befiederung.Bey den im Wasser und unter der Erde lebenden Thiercn sind die Sinnesorgane wenigerhervorstehend, als bey den an der Erdoberfläche sich aufhaltenden. Auch habeil im Durch-schnitte die Wasserthiere eine größere Leber als die Landthiere. Bey Schaalthieren ist dieFestigkeit der Gehäuse auszeichnender wenn sie im Meere, als wenn sie im süßen Wasserleben. Feuchte und dunkle Gegenden sind die gedeihlichsten für Zoophyten und cryptoga-misehe Gewächse, für Pilze, Moose, Flechten, Conferven, Tangen, Farrcnkräuter, Najaden,Eorallen ..........

Außerhalb gewisser Gränzen des belebten Theiles der Erde überhaupt, z. B. inQuellen die einen bestimmten Temperatursgrad über Null und unter Null übersteigen, be-steheil nur einige Arten lebender Körper. Innerhalb dieser Gränzen aber, bestehtdurchaus eine ahnliche lebende Natur; die sich nicht bloß auf einzelne Elasten bezieht;so treffen wir hier nirgend Saugthiere ohne Vögel, diese nicht ohne Amphibien.... an.

Von diesen Gränzen des belebten Theiles der Erde an bis zu jenen Punkten, diedem höchsten Belebtseyn an der Erde entsprechen, und gleichsam in der Erscheinung derLebensverbreitung an unstun Planeten, die CulminacionSpunkte darstellen, zeigt sich eineGradation der Mannigfaltigkeit der Verbreitung, welche Gradation jener ähnlich ist, dieman an der Mannigfaltigkeit der Srructur an den lebenden Organismen beobachten kann,wenn man dieselben von der untersten Stufe der Vitalität bis zur höchsten, oder vomMinimum bis zum Maximum der Organisation verfolgt (z. B. vom JnfnsionSthierchenbis zum Menschen, oder vom Schimmel bis zur Ceder); alles bezieht sich aber hier bloßauf Hctcrogenität; nur die Menge der Geschlechter und Arten ist größer, in denheißen Zonen als in den gemäßigten, und großer in diesen, als in den Polarländern;hingegen findet bey einzelnen Geschlechtern eine ganz entgegengesetzte oder auch gar keineGradation statt ").

O Treviramiö Biologie.