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Bekenntnisse
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422
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422 A, Augustinus Bekenntnisse.

mit mir steht, zufrieden zu sein. Ich weiß zu entbeh-ren, ich weiß Überfluß zu Huben, in Allem und Jedembin ich geübt; satt zu haben und zu hungern, Überflußzu haben, und Mangel zu leiden. Ich vermag Allesdurch den, der mich kraftigt.» Worüber also freuestdu dich in allen Dingen, o großer Paulus! worüberfreuest du dich? Wovon nährest du dich, o Mensch,erneuert in der Erkenntniß Gottes, nach dem Bildedessen, der dich erschaffen hat; lebendige Seele,durch so große Enthaltsamkeit; geflügelte Zunge,die du hohe Geheimnisse sprichst! denn solchen belebtenWesen gebührt solche Speise. Was also ist's, dasdich nährt? Die Freude. Hören wir, was folgt:«Doch ihr habt wohlgcthan,» sagt er «daß ihr anmeiner Bcdrängniß Antheil genommen.» Darüberfreuet, davon nährt er sich, daß sie wohlgethan hatten,nicht daß seine Bcdrängniß erleichtert ward; denn alsospricht er zu dir: «In meiner Bcdrängniß erheitertestdu mich!» denn er wußte Überfluß zu haben, undMangel zu leiden in dir, der du ihn kraftigest. «Dennihr wisset auch, ihr Philipper! spricht er serner, daß,da ich im Anfange der Verkündigung des Evange-liums von Macedonien ausging, keine Gemeinde mirmitgetheilt hat in Betracht der Gabe und des Em-pfangs, als ihr allein; denn auch nach Thessalonichsandtet ihr einmal und abermal, wessen ich bedurfte.»Dies also freuet ihn, daß sie zu diesen guten Werkenzurückkehrten, und es freuet ihn, daß sie wieder auf-blüheten, gleich einem crgrünenden fruchtbaren Acker.Etwa wegen seiner Bedürfnisse, weil er sagt: «ihr