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Bekenntnisse
Entstehung
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Zwölftes Buch.

^i-m vieles, o Herr, bekümmert sich mein Herz beidieser Armseligkeit meines Lebens, beunruhigt durchdie Worte deiner heiligen Schrift, und eben deswegenist meistens die Armuth des menschlichen Erkenntniß-vermögens wortreich. Denn mehr redet die Unter-suchung als die Auffindung, langer ist die Bitte, alsdie Gewährung, und eine anklopfende Hand geschäf-tiger, als eine empfangende. Wir haben das Verspre-chen, wer wird es vernichten! Wenn Gott für uns,wer ist wider uns! «Bittet, und ihr werdet erhalten;suchet, und ihr werdet finden; klopft an, und euchwird aufgcthan.» Denn jeder der bittet, wird erhal-ten, und der suchet wird finden, und dem Anklopfen-den wird aufgcthan. Dies sind deine Verheißungen,und wer fürchtet Betrug, wo die Wahrheit verheißt?

Deiner Hoheit bekennt meiner Zunge Niedrigkeit,daß du Himmel und Erde gemacht, diesen Himmel,dm ich schaue, und diese Erde, auf welche ich trete.Woher auch diese Erde ist, die ich trage, du hast siegemacht. Wo aber, o Herr, ist jener Himmel desHimmels, von welchem wir durch die Stimme desPsalms hören: der Himmel des Himmels ist desHerrn, die Erde aber hat er den Menschenkindern ge-

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