Siebentes Buch.
oüerlebt war nun meine böse gottlose Jugend, undich trat in das Mannesaltcr, je älter je eitler, nichtvermögend ein andres Wesen zu denken, als was manmit diesen Augen zu schauen pflegt. Ich dachte dich,o Gott, nicht unter Menschengestalt: Seit ich derWeisheit Einiges zu hören begann, floh ich das im-mer; und ich sreute mich dies gefunden zu haben indem Glauben unsrcr Mutter im Geiste, deiner katho-lischen Kirche: aber wie ich dich anders denken sollte,fand ich nicht. Und dich zu denken, strebt' Ich, einMensch, und ein solcher Mensch, Dich höchsten, ein-zigen und wahren Gott! Und unverwesbar und un-verletzbar und unwandelbar glaubt' ich dich aus mei-nes Herzens Grunde, weil ich offenbar einsah, obwohlich nicht wußte, wie und woher, und versichert war,daß das Verwesbare schlechter war', als das Unver-wesbare; und was nicht verletzt werden kann, zog ichohne Anstand dem Verletzbaren vor; und was keinenWandel leidet, erschien mir besser, als das, was ge-wandelt werden kann.
Heftig schrie mein Herz gegen alle meine leerenEinbildungen, und in solchem Einem Momente wollt'ich dann die umdrängende Schaar der Unreinigkeit