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Bekenntnisse
Entstehung
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Sechstes Buch.

meine Hoffnung von meiner Jugend auf! Wowarst du mir, und wohin warst du gewichen? Oderhattest Du mich nicht geschaffen, und mich unterschie-den von den vierfüßigen Thieren und von dem Ge-vögel des Himmels? Einen Weiseren hattest du michgeschaffen, und ich wandelte durch Finsterniss' undschlüpfrige Pfad', und suchte dich außer mir, und fandnicht den Gott meines Herzens. Und ich war gesun-ken in die Tiefe des Meers, und hoffnungslos ver-zweifelt' ich, das Wahre zu finden.

Nun war zu mir die Mutter gekommen, stark inGottesfurcht, mir folgend zu Land und zu Wasser,und in aller Gefahr dir vertrauend. Denn auch indes Meeres Fahrlichkeiten tröstete sie die Schiffer selbst,(wovon unerfahrne Bereiser der Tiefe sonst in ihrerVerwirrung pflegen getröstet zu werden) und versprachihnen unverletzte Überkunft, weil Du ihr dies in einemGesichte versprochen hattest. Und sie fand mich ingroßer Gefahr, verzweifelnd an Erkundung der Wahr-heit. Aber dennoch, als ich ihr gesagt hatte, jetzt war'ich zwar nicht Manichaer, aber auch nicht katholischerChrist, brach sie nicht, als hörte sie etwas Unerwarte-tes, in lautes Frohlocken aus, obwohl sie nun be-

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