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Bekenntnisse
Entstehung
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Zehntes Buch.

ii^ mich dich erkennen, Herr, der du mich erkennst,laß mich dich erkennen, wie ich von dir erkannt bin.Kraft meiner Seele! dring' in sie hinein, und machesie dir ahnlich, auf daß du sie besitzest ohne Makelund Fehl. Dies ist meine Hoffnung, drum red' ich;und in dieser Hoffnung erfreu' ich mich, wann ichmich wahrhaft erfreue. Das Übrige aber dieses Le-bens ist um so weniger beweinenswürdig, jemehr dar-um geweint, und desto mehr beweinenswürdig, je we-niger darum geweint wird. Denn siehe! du liebtestdie Wahrheit: und wer danach thut, kommt zum Licht.Ich will danach thun im Herzen vor dir in meinerBekcnntniß, in meiner Schrift aber vor vielen Zeugen.

Und Dir, Herr, vor dessen Augen offensteht derAbgrund des menschlichen Bewußtseins, was wäreDir verborgen in mir, auch selbst, wenn ich nicht be-kennen wollte? Denn Dich würd' ich nur mirverbergen, nicht mich dir. Nun aber, da mein Seuf-zen Zeug' ist, daß ich mir selbst mißfalle, leuchtest duund gefällst, und wirst geliebt und ersehnt, auf daßich mich meiner schäm', und mich hinwegwerf', undDich erwähl', und nicht Dir noch mir gefall', es seidenn in Dir. Dir also, Herr, bin ich offenbar, wer