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Bekenntnisse
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412
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412 A. Augustinus Bekenntnisse.

ziehe deine Werke in Sanftmuth, und du wirst vonjedem Menschen geliebt werden.» Auch die Hausthierewerden gut sein, weder Überfluß haben, wenn sieessen, noch Mangel, wenn sie nicht essen; und auchdie Schlangen werden gut sein, nicht verderblich zumSchaden, sondern schlau zur Hut; nur in soweit er-forschend die zeitliche Schöpfung, als es genügt, daßdurch das, was gemacht ist, die Ewigkeit als erkanntangesehen werde. Denn auch diese Thiere dienen derVernunft, wenn sie nach Bezähmung ihrer todbrin-genden Wildheit friedlich leben und gut sind.

Denn siehe, Herr, unser Gott, unser Schöpfer!ist unsere innere Gesinnung, wodurch wir, böse lebend,sterben, von der Liebe zur Welt abgewendet, und be-ginnt die Seele durch ein gutes Leben eine lebendigeSeele zu werden, so wird dein Wort erfüllt werden,was du durch deinen Apostel sprachst: »vcrähnlichteuch nicht dieser Welt»; und es wird ferner erfolgen,was du gleich hinzu fügtest, da du sprachst: -»sondernwandelt euch um in Erneuerung eures Sinnes,» undnicht mehr, je nach ihrer Art, indem wir wederdem voranwandclnden Nächsten nachahmen, noch 'auchnach dem Ansehen eines bessern Menschen uns richtensollen. Denn du sprachst nicht: «es werde der Mensch,nach seiner Art, sondern: »lasset uns den Menschenmachen, nach unserm Bilde und unserer Ähnlichkeit»;damit wir selbst prüfen, welches dein Wille sei. Darumspricht jener dein Ausspender, durch das EvangeliumKinder erzeugend, damit er nicht immer Kindlcin be-hielte, die er mit Milch ernähren, und wie eine Amme