Dreizehntes Buch. 411
hören, sondern auch um zu befolgen. Suchet denHerrn, und eure Seele wird leben, und somit die Erdeeine lebendige Seele hervorbringen. Verahnlicht euchnicht dieser Welt; enthaltet euch derselben; denn siemeidend, lebt die Seele, die sie begehrend, stirbt. Ent-haltet euch der unmenschlichen Rohheit des Stolzes,von der Weichlichkeit der Wollust, und der trüglichenSucht nach Wissenschaft, damit die wilden Thierezahm, die Hausthiere sanft, und die Schlangen un-schädlich werden. Denn bildlich gesprochen, sind diesdie Regungen der Seele; der Stolz der Aufgeblasen-heit aber, die Lust der Unzucht, und das Gift desVorwitzes sind Regungen einer tobten Seele, weil sienickt so stirbt, daß ihr jede Regung abgehe; sie stirbtdadurch, daß sie sich entfernt vom Quell des Lebens,und also aufgenommen von der vorübergehenden Weltihr gleichförmig wird. Dein Wort aber, o Gott, istder Quell des ewigen Lebens, und wird nicht vorüber-gehen; deswegen wird in deinem Worte uns diesesEntfernen untersagt, da es uns zuruft; Verahnlichteuch nicht dieser Welt, damit die Erde hervorbringeim Quell des Lebens eine lebendige Seele, in deinemWorte, durch deine Evangelisten, eine keusche Seele,nachahmend den Nachahmern deines Gesalbten. Die-ses ist denn »je nach ihrer Art»; weil der Manngern dem Vorbilde des Freundes nacheifert. Seid,sagt der Apostel, wie ich; denn auch ich bin, wie ihr.So werden dann in einer lebenden Seele, durch dieSanftmut!) in ihrem Wandel, gute Thiers Hausen.Denn also hast du befohlen, da du sprachst: »Voll-
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