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Bekenntnisse
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402
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402 A. Augustinus Bekenntnisse.

vordringen dürfen, damit sich ihre Fluchen in sich ver-mindern, und gestaltest also dies Meer nach der An-ordnung deiner Herrschaft über Alles. Doch die See-len, die nach dir dürsten und vor dir erscheinen, durchein anderes Ziel unterschieden von der Gemeinschaftdes Meeres, bewaßerst du mit verborgenem süßenQuell, damit auch die Erde ihre Frucht bringe; undsie bringt ihre Frucht, und auf dein, ihres Herrnund Gottes, Geheiß bringt unsere Seele Werke derWarmherzigkeit hervor nach ihrer Art, den Nächstenbei fleischlichen Bedürfnissen liebend unterstützend, insich tragend den Saamen zu Ähnlichem; weilwir eingedenk unserer Schwachheit Mitleiden fühlen, denDürftigen beizuspringen, wie wir selbst wünschten, daßuns Hülfe gewahrt würde, wenn wir deren auf gleicheWeise bedürften; und zwar nicht nur in geringfügigenDingen, die gleich dem Grase sind, sondern auch durchSchutz und machtige Hülfe, gleich einem fruchttra-genden Baume, das ist, durch die Wohlthat, die den,der Unbilde von machtiger Hand leidet, ihr entreißt, undihm den Schatten machtigen Schutzes durch die Krafteines gerechten Urtheils gewahrt.

Also, o Herr! also laß, ich bitte dich, laß Freu-digkeit und Kraft uns gebend, wie du thust, aus derErde die Wahrheit aufspriessen, und die Gerechtigkeitvom Himmel schauen, und «es sollen Lichter am Fir-maments werden.» Lassen wir dem Hungrigen unserWrod brechen, und den Dürftigen, der ohne Obdach ist,einführen in unser Haus; den Nackten kleiden, und aufdie Genossen unseres gemeinschaftlichen Geschlechts nicht