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Bekenntnisse
Entstehung
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397
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Dreizehntes Buch.

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glied der Braut, für sie eifert er, denn er ist ein Freunddes Bräutigams; für sie eifert er, nicht für sich, weiler mit der Stimme deiner Wasscrfluthen, nicht mitder feurigen dem andern Abgrunde zuruft, für welcheneifernd er befürchtet, daß, wie die Schlange die Evadurch ihre Schlauheit überlistete, so die Sinne jenervon der Keuschheit, welche deinem Eingebornen, unsermBräutigam, einwohnt, abgewendet werden. Wie wirdjenes Anblicks Licht sein, wenn wir ihn sehen werden,wie er ist, und die Thranen vorüber sein werden, dieTag und Nacht mein Brod geworden sind, da mantaglich zu mir sagt, wo ist dein Gott?

Und auch ich spreche: Mein Gott, wo bist du? Sieh,wo bist du! In etwa athme ich auf in dir, wenn ichmeine Seele über mich ergieße, die im lauten Froh-locken und beim Schalle der Bekenntnisse ein Fest dirfeiert. Doch auch dann noch ist sie traurig, weil siezurücksinkt, und ein Abgrund wird, oder vielmehr, weilsie fühlt, sie sei noch ein Abgrund. Da spricht zu ihrmein Glaube, den du in der Nacht vor meinen Füßenangezündet hast: Warum bist du traurig meine Seeleund warum betrübst du mich? Hoffe auf den Herrn.Sein Wort ist deinen Füßen eine Leuchte. Hoffe undharre, bis vorübergeht die Nacht, die Mutter der Bö-sen, bis vorüber des Herrn Zorn, dessen Kinder auchwir einst waren in unserer Finsterniß, deren Überrestewir in unserm der Sünde halber gestorbenen Leibenachschleppen, bis der Tag anbricht und die Schattenweichen. Hoffe auf den Herrn. Früh Morgens werdeich vor dir stehen und betrachten; immerdar werde ich