Dreizehntes B uch.
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Wem soll ich es sogen? Wie soll ich es sagen? Sin-ken wir etwa und entschwimmen? — Allein kein Raumist hier, wo wir sinken und entschwimmcn könnten.Was ist ahnlicher? Was unähnlicher? Leidenschaftensind es, Empfindungen der Liebe sind es; unseresGeistes Unreinigkeit sinkt zum Niedrigem hinab durchdie Liebe zu irdischen Sorgen; empor aber hebt unsdeines Geistes Heiligkeit durch die Liebe zur Sicherheit,damit wir unsere Herzen erheben zu dir, wo dein Geistüber den Gewässern schwebt, und zur überaus erhabe-nen Ruhe gelangen, wenn unsere Seele hindurchge-gangen ist durch die Gewässer, die ohne Wesen sind.
Der Engel sank hinab, die Seele des Menschensank hinab, und beive zeigten dadurch den Abgrund allergeistigen Geschöpfe in der Tiefe der Finstcrniß, hättestdu nicht von Anfang an gesprochen: --Es werdeLicht», und wäre nicht Licht gcwordey; und hingennicht alle geistigen Wesen deiner himmlischen Stadt,gehorchend dir an, ruhend in deinem Geiste, welcherunwandelbar über allem Wandelbaren schwebt. Dennsonst würde selbst der Himmel des Himmels in sich,nur ein finsterer Abgrund sein, der nun aber ein Lichtim Herrn ist. Denn selbst in der elenden Unruhehinabsinkender Geister, die durch die Entkleidung vondeinem Lichtgewande ihre Finstcrniß anzeigen, zeigestdu zur Genüge, wie erhaben du das vernunftbegabteGeschöpf erschufest, dem zu einer seligen Ruhe Nichtsgenügt, was geringer ist, als du; und das deswegenauch sich selbst nicht genügt. Doch du, unser Gott,wirst unsere Finsternisse erleuchten; aus dir geht unsere