382 A. Augustinus Bekenntnisse.
sind, mit Ausschluß der fleischlichen, worüber ich, soviel ich's nöthig erachtete, gesprochen habe. Jene hoff-nungsvollen Kleinen aber mögen von den Worten dei-nes Buches, welche Hohes einfach, und mit wenigenWorten unendlich viel sprechen, nicht abgeschreckt wer-den. Wir alle aber, von denen ich eingestehe, daß siein diesen Worten Wahres erkennen und aussprechen,wir sollen uns gegenseitig lieben; zugleich aber auchdich, unfern Gott, den Urquell der Wahrheit, wennwir nach ihr und nicht nach Eitlem dürsten, mit Liebeumfassen; und jenen deinen Diener, den deines Gei-stes vollen Verfasser dieser Schrift also verehren, daßwir unbezweifelt glauben, er habe durch deine Einge-bung bei der Abfassung derselben das am meisten beach-tet, was in ihnen sich durch das Licht der Wahrheit,und die Frucht des Nutzens vorzüglich auszeichnet.
Sagt daher irgend Jemand: Mopses hat das ge-meint, was ich; und ein Anderer: Nein, das, was ich;so glaube ich gottesfürchtiger zu sprechen: Warum nichtvielmehr beides — wenn beides wahr ist? Und wennein Anderer aus diesen Worten noch ein Drittes, einViertes oder ganz ein Anderes als wahr erkennt, —warum soll man nicht glauben, derjenige habe diesesAlles eingesehen, durch welchen der Eine Gott die heiligenSchriften für die Meinungen Vieler, welche verschie-dene Wahrheiten darin erblicken würden, so einrichtenließ. Wahrlich (ich bekenne dieses mit unverzagtemHerzen) sollte ich etwas von sehr großem Gewichteschreiben, ich würde lieber so schreiben, daß meineWorte alles nachklangen, was man nur immer als