Zwölftes Buch
wabr von diesen Dingen einsehen kann, als daß icheinen wahren Satz deswegen deutlicher darlegte, umdie übrigen Irrungen, an denen ich keinen Anstoßnehmen könnte, auszuschließen. Daher will ich, oHerr, nicht so voreilig sein, daß ich nicht glaube, auchjener Mann habe das um dich verdient. Gewiß batjener bei diesen Worten, als er sie niederschrieb, allesgefühlt und gedacht, was wir Wahres bisher in ihnenhaben finden können, so wie auch, was wir nicht, odernoch nicht finden konnten, und was man doch in ihnenfinden kann.
Endlich, Herr! der du Gott, und nicht Fleisch undBlut bist; wenn auch der Mensch es nicht einsieht,konnte es darum deinem guten Geiste, der mich indas wahre Land der Verheißung führen wird, verbor-gen sein, was du selbst in diesen Worten der lesendenNachwelt offenbaren wolltest, wenn auch jener, durchwelchen sie gesprochen, nur an eine der vielen wahrenMeinungen gedacht hat? Ist dem aber also, so mögeimmer die, an welche er dachte, erhabener als die übri-gen sein. Doch du, o Herr, , zeige uns diese, odernach deinem Wohlgefallen irgend eine andere wahreMeinung, damit, mögest du uns dasselbe, was dujenem deinem Manne zeigtest, oder etwas anderes ausdiesen Worten uns entfalten, doch du uns weidest, undnicht ein Jrrthum uns tausche.
Sieh Herr mein Gott! wie vieles über wenigeWorte, wie vieles, ich bitte dich! habe ich geschrieben.Wie möchten meine Kräfte und Zeit auf solche Weiseallen deinen Büchern genügen? Laß mich also in ihnen