Zwölftes Buch.
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Bildner des Gesanges, sondern durch den Körper derSeele untcrthan, damit selbe aus ihm den Gesangmache. Aber an Zeit ist er nicht früher, denn zugleichmit dem Gesangs wird er angehoben, eben wenig ister früher durch Wahl; denn ein Gesang ist nicht alleinein Ton, sondern vielmehr ein wohllautender Ton.Aber der Entstehung nach ist er früher, denn ein Ge-sang wird nicht zu einem Tone, sondern ein Ton zueinem Gesänge gebildet. Durch dieses Beispiel möge,wer es kann, erkennen, daß der Stoff der Dinge zu-erst gemacht, und Himmel und Erde genannt worden,weil aus ihm Himmel und Erde gemacht ist, aber derZeit nach nicht zuerst gemacht sei, weil die Gestaltender Dinge die Zeiten voraussetzen; er aber ungestaltetwar und erst zugleich in den Zeiten bemerkbar wurde.Doch aber kann man von ihm nicht anders reden, alsdaß er der Zeit nach gleichsam früher sei, obwohl ererst spater in Betracht kommt, weil unbezweifelt Gestalte-tes besser als Ungestaltetes ist, obwohl durch des Schö-pfers Ewigkeit letzteres ihm vorhergeht, damit aus^ dem Nichts etwas entstände, aus welchem Etwas würde.Möge bei so verschiedenen wahren Meinungen dieWahrheit selbst Einstimmigkeit erzeugen, und unserGott sich unser erbarmen, daß wir das Gesetz recht-maßig anwenden, zu dem vorgeschriebenen Ziele, inreiner Liebe. Fragt mich nun einer hiernach, welchevon allen diesen Ansichten dein Diener Mopses gehabthabe, so waren diese meine Bekenntnisse nicht auf-richtig, wenn ich dir nicht bekennte, daß ich es nichtwisse, obwohl ich jedoch weiß, daß jene Satze wahr