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Bekenntnisse
Entstehung
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377
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Zwölftes Buch.

sam ausgebauet; vermöge dessen sie für gewiß anneh-men und halten, Gott habe alle Dinge, welche ihreSinne in wunderbarer Verschiedenheit um sich her er-blicken, gemacht. Wollte aber eines von ihnen, dieseniedrige Schreibart gleichsam verachtend, sich in stolzemUnvermögen aus dieser ihm Nahrung spendenden Wiegehinausschreitcn, ach, elend wird es fallen. O Herr!Gott erbarme dich, auf daß nicht die, so des Wegesvorübergehen, das federlose Küchlein zertreten, undsende deinen Engel, der es wieder in das Nest lege,damit es dort lebe, bis es fliegen kann.

Andere hingegen, für welche diese Worte keinNest mehr, sondern schattige Gebüsche sind, sehendie unter ihnen verborgenen Früchte, fliegen freudighinzu, suchen schwatzend, und pflücken sie. Denn siesehen, wenn sie diese Worte lesen oder hören,dein ewiges und bestandig gleiches Dasein über allesowohl vergangene als künftige Zeiten erhaben ist,und daß es kein einziges zeitliches Geschöpf gebe, wasdu nicht gemacht hattest, der du selbst dein eigener Willebist, in welchem nichts sich ändert, nichts neues ent-sieht, das früher nicht darin war, und kraft dessen dualles gemacht hast. Nicht aus dir selbst, wie dein voll-kommnes Ebenbild und das Urbild aller Wesen, son-dern aus Nichts machtest du jenes dir höchst unähn-liches Gestaltlose, welches durch die Ähnlichkeit mit dirgestaltet werden sollte, zurückkehrend in dich den Alleini-gen, in Gemaßheit des jedem Wesen in seiner Artverliehenen Fassungsvermögens, und wodurch alle sehrgut wurden: jene sowohl, welche mit dir vereint blie-