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Bekenntnisse
Entstehung
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370
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370 A. Augustinus Bekenntnisse.

Wenn daher das Buch der Schöpfung verschweigt,daß Gott etwas gemacht habe, obwohl weder der ge-sunde Glaube, noch auch die gewisse Erkenntnißdaran zweifelt, daß Gott es gemacht habe, so wirddoch deswegen nie eine gründliche Lehre zu behauptenwagen, jene Wasser seien gleichewig mit Gott, weilwir zwar im Buche der Schöpfung sie erwähnt finden,aber nicht finden, wann sie gemacht sind. Warum soll-ten wir denn nicht, von der Wahrheit gelehrt, erkennen,daß jener gestaltlose Stoff, den die Schrift eine un-sichtbare ungeordnete Erde und einen finstern Abgrundnennt, von Gott aus Nichts gemacht, daher ihm nichtgleichewig sei; obwohl jene Erzählung sich darüber,wann sie gemacht sei, auszusprechen unterlassen hat.

Wenn ich nun dieses höre und erwäge nach mei-ner schwachen Fassungskraft, welche ich dir meinemallwissenden Gott, bekenne, so sehe ich, daß zweierleiArt von Streitigkeit entstehen könne, wenn vonglaubwürdigen Bothen etwas in Bildern verkündetwird; die eine, wenn über die Wahrheit der Sachenselbst, die andere, wenn über die Meinung dessen,der sich ausspricht, Streit entsteht. Denn andersuntersuchen wir: was in Beziehung auf die Schö-pfungsgeschichte wahr sei; anders: was Meisses, derausgezeichnete Diener deines Glaubens gewollt habe,daß der Leser und Zuhörer unter diesen Worten ver-stehen solle. Hinsichtlich des Ersten seien fern vonmir, welche wähnen, sie wüßten das, was falschist; hinsichtlich des Zweiten aber mögen alle vonmir weichen, welche wähnen, Mopses habe das,