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Bekenntnisse
Entstehung
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358
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358 A. Augustinus Bekenntnisse.

Auch dieses läugnen wir nicht, sprechen sie. Wasdann aber? Laugnet ihr dann das, daß es ein gewis-ses erhabenes Geschöpf gebe, welches mit so keuscherLiebe dem wahren, und wahrhaft ewigen Gott anhangt,daß, obgleich es nicht gleichewig imt ihm ist, es dochdurch keine Änderung und keinen Wechsel der Zeitensich von ihm ablöse und vergehe, sondern in wahrhaf-tigster Betrachtung Seiner allein ruhe? Denn, o Herr!dem, der dich so liebt, wie du es befiehlst, zeigest dudich, und genügst ihm, und darum wendet er sich we-der ab von dir, noch hin zu sich. Dieses ist das HausGottes, nicht ein irdisches, auch nicht ein durch irgendeinen himmlischen Stoff Körperliches, sondern ein gei-stiges und deiner Ewigkeit Thcilhastes, weil auf ewigohne Fehl. Denn du hast es festgestellt auf immer,und ewig; du hast ein Gebot gegeben, und es wirdnicht vergehen. Doch aber ist es nicht gleichewig mitdir, mein Gott, weil es nicht ohne Ansaug, denn esist gemacht. Denn finden wir auch keine Zeit vor ;ihm, weil vor allem andern die Weisheit erschaffen iward, so ist doch diese Weisheit nicht selbst, durch welcheAlles erschaffen ist, und durch welche du zuerst Him- lmel und Erde machtest, die mit dir ganz glcichcwig Iund gleich mit dir mein Gott, ihrem Vater, sondernfür wahr eine erschaffene Weisheit, nämlich ein ver-ständiges Geschöpf, welches durch Betrachtung desLichts Licht ist, denn auch dieses, obwohl erschaffen,wird Weisheit genannt. Aber wie groß der Unterschied !ist zwischen dem Lichte, was erleuchtet, und dem, was ^erleuchtet wird, eben so groß ist er zwischen der Weis-