35» A. Augustinus Bekenntnisse.
chcs, das Eine nächst bei dir, das Andere nächst beimNichts; Eines, über welches du erhaben seist; das An-dere so, daß nichts niedriger sei.
Jener Himmel des Himmels aber, o Herr, istdein! die Erde aber, welche du den Menschenkindernzu sehen und zu berühren gabst, war nicht so, wie wirsie jetzt sehen und berühren. Sie war unsichtbar undungeordnet; ein Abgrund, über welchen kein Licht war;oder: «Finsternisse über dem Abgrunde;» das ist, mehrwie im Abgrunde. Denn jener Abgrund der jetztsichtbaren Gewässer hat auch in seinen Tiefen seineigenthümliches den Fischen und den auf seinem Bo-den kriechenden Thicrcn, empfindbares Licht. JenesGanze aber war nahe dem Nichts, weil gänzlich nochungestaltet. Dock war schon etwas da, was gestaltetwerden konnte. Denn du, o Herr, hast die Welt ge-macht aus gestaltlosem Stoffe, welchen du aus Nichtszu einem Kaumetwas schufest, um aus ihm das Großezu machen, was wir Menschenkinder bewundern. Höchstbewundernswerth ist nämlich dieser körperliche Himmel,welchen eine Beste du zwischen Gewässern und Ge-wässern gegründet hast, als du am zweiten Tage nachErschaffung des Lichts sprachst.- «Sie werde,» und soward sie. Diese Beste nanntest du den Himmel, je-doch den Himmel dieser Erde und dieses Meeres,welche du am dritten Tage machtest, sichtbare Gestaltverleihend dem ungestalteten Stoffe, welchen -du vorallen Tagen machtest. Denn du hattest bereits jaauch den Himmel vor allen Tagen gemacht, jedoch denHimmel dieses Himmels; denn im Anfange hattest du