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Bekenntnisse
Entstehung
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Eilst es Buch.

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geübtes Gefühl verläßt, jene sei eine einfache, dieseeine zweifache, nämlich an Zeitmaß. Und auch daskann ich nicht, als nur, weil sie vorübergegangen undgeendet sind. Nicht also sie selbst, die nicht mehr sind,messe ich, sondern etwas, was meinem Geiste einge-prägt bleibt.

In dir also, meinem Geiste, messe ich die Zeiten.Entgegne mir nicht: wie dieses? und verwirre dichnicht durch die Menge deiner Vorurtheile. In dir,sage ich, messe ich die Zeiten, den Eindruck, welchen dievorübergehenden Dinge auf dich machen, und welcher,wenn sie vorübergegangen sind, bleibt, diesen messeich als gegenwartig, nicht die Dinge, welche, damit erentstehe, vorübergegangen sind. Ihn messe ich, wennich Zeiten messe. Er ist also entweder die Zeit selbst,oder ich messe eine Nichtzeit.

Wie wenn wir das Stillschweigen messen, undsagen, dieses Stillschweigen habe so lange Zeit ange-halten, als jene Stimme anhielt; dehnen wir danicht unsere Gedanken nach dem Zeitmaße der Stimme,als tönte sie noch, daß wir etwas von der Dauer desSchweigens in der Zeit urtheilen können? Dennhört auch Mund und Stimme auf, vollenden wir dochin Gedanken die Lieder, Vers' und jegliche Rede, auchjegliche Dauer der Bewegungen, und sprechen vonZeilräumen, wie dieser sich zu jenem verhalte, nichtanders, als wenn wir sie laut aussprächen. Will einereinen etwas längern Laut von sich geben, und bestimmtmit Bedacht vorher, wie lang er sein solle, so durch-

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