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Bekenntnisse
Entstehung
Seite
338
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333 A. Augustinus Bekenntnisse.

messen wir Zeiten; aber weder die, welche noch nichtsind, noch die, welche nicht mehr sind, auch nicht die,welche keine Dauer haben, und auch nicht die, welchekeine Grenzen haben. Also weder künftige, noch ver-gangene, noch gegenwartige, noch vorübergehende Zei-ten messen wir, und doch messen wir Zeiten.

Gott, Schöpfer aller Ding' umher. Dieser Versvon acht Silben wechselt mit kurzen und langen Sil-ben. Die vier kurzen, die erste, dritte, fünfte, siebente,sinv einfach im Vergleiche mit den vier langen, derzweiten, vierten, sechsten, achten. Jede einzelne dieserhat im Vergleich mit jeder einzelnen jener die doppelteZeit. Ich sprecke sie aus, und abermals aus, und soist es, wie durch die Sinne offenbar erkannt wird.So weit ich ungezweifelt empfinde, messe ich an derkurzen die lange Silbe, und empfinde, sie habe dasdoppelte. Da aber eine nach der andern ertönet, wie,wenn die erste kurz, die folgende lang ist; wie will ichdie kurze festhalten, und sie zur Messung der langenanwenden, um zu finden, daß sie nur das Zweifacheenthalte, indem die lange nicht zu tönen anfangt, wenndie kurze zu tönen nicht aufgehört hat. Selbst dielange messe ich nicht als gegenwartig, weil ich sie nurbereits beendigt messe. Ihr Aufhören ist aber Vor-übergehen. Wo ist es also, was ich messe? Wo istdie kurze Silbe, mit welcher ich messen, wo die lange,die ich messen soll? Beide sind ertönt, entflohen,vorübergegangen, sind nicht mehr; und ich messe sieund sage mit Zuversicht, in so weit man sich auf sein