Eilftes Buch. 337
ist vergangen, und nicht mehr. Zukünftig war dieStimme, bevor sie tönte, und konnte nicht gemessenwerden, weil sie noch nicht war, und auch jetzt kann-sie's nicht, weil sie nicht mehr ist. Da aber, als sietönte, konnte es geschehen, denn da war sie, die zumessende, vorhanden. Aber auch da war sie nicht be-ständig, denn sie ging, und ging vorüber. Konntedeswegen es besser geschehen? Denn im Vorüber-gehen erstreckte sie sich in einen andern Zeitraum,durch welchen sie gemessen werden konnte, weil dieGegenwart keinen Raum bat. Konnte sie es aberdamals, so stelle dir vor, eine andere Stimme sangtzu tönen an, und tönet noch in anhaltender Dauer,ohne irgend eine Unterbrechung. Messen wir selbedaher wahrend sie noch tönet. Denn hat sie zu tönenaufgehört, so wird sie vergangen und nicht mehr zumessen sein. Messen wir sie daher in der Wirklichkeit,und geben ihre Dauer an. Doch sie tönet noch undkann nicht gemessen werden, als von dem Anfangeihres Tönens bis zum Ende, wo sie aufhört. Dennnur den Zwischenraum selbst, von einem Anfange biszu einem Ende, messen wir. Daher kann auch eineStimme, welche noch nicht aufgehört hat, nicht ge-messen werden, so daß man sagen könne, wie langoder kurz sie sei. Auch kann man nicht sagen, sie seieiner andern gleich, sie sei eben so lang, oder nocheinmal so lang, und Ähnliches. Wenn sie aber geen-det sein wird, wird sie nicht mehr sein. Auf welcheWeise wird man sie dann messen können? Und doch
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