Eilftes Buch.
Ick beschwöre dich bei Christus, beim Namenjenes Heiligen der Heiligen. Keiner möge mich stören.Ich glaubte, und darum auch redete ich. Dieses istmeine Hoffnung; in dieser lebe ich, um die Ergötzun-gen meines Herrn zu betrachten. Sieh, meinen Tagensetztest du ein Maaß; sie vergehen und ich weiß nichtwie, und wir reden von Zeit und Zeit, und Zeitenund Zeiten; wie lange hat jener dieses gesagt, wielange hat jener dieses gethan, und in wie langer ZeitHab' ich dieses nicht gesehen; und diese Silb' ist zwei-mal so lang, als jene einfache kurze. Dieses sagenund hören wir, wir werden verstanden und verstehenes. Es ist dieses ganz offenbar und gebrauchlich, undwiederum ganz verborgen, und dessen Auflösung neu.
Bon einem gelehrten Manne Hab' ich gehört, daßdie Bewegung der Sonne, des Mondes und der Ge-stirne die eigentliche Zeit sei: und ich pflichtet' ihmbei. Warum sollten nickt die Bewegungen aller Kör-per vielmehr Zeit sein? Denn hörten auch die Him-melslichter auf zu sein, und es drehete sich eines Tö-pfers Rad, gäbe es da keine Zeit mehr, nach welcherman diese Kreise abmessen und sagen könnte, daß siein gleicher Schnelligkeit vollbracht, oder wenn die Be-wegung dann schneller, dann langsamer wäre, daß ei-nige mehr, andere minder langsam sein? Oder würdenwir nickt selbst, wenn wir dieses sprachen, auch in derZeit reden? Oder gab es in unfern Worten nur darumlange und kurze Silben, weil jene wahrend längerer,diese während kürzerer Zeit ertönten? Gib, o Herr,den Menschen am Kleinen die gemeinsamen Begriffe