EUftes Buch.
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noch nicht ist. Soll sie aber lang sein, wenn sie ausder Zukunft, die noch nicht ist, zu sein schon angefan-gen und gegenwartig geworden, damit etwas sei, daslang sein könne: so ruft die gegenwartige Zeit mit demobigen Worte, sie könne nicht lang sein.
Und doch, Herr, empfinden wir Zeiträume, ver-gleichen sie unter einander, und nennen einige langer,andere kürzer. Wir messen auch, um wie viel kürzeroder langer diese Zeit sei, als jene, und sagen, diesesei eine zwei- oder dreifache, jene aber eine einfache,oder diese sei nur eben so lang, als jene. Wir messenaber die vorübergehenden Zeiten, da wir sie durch dieEmpfindung messen; die vergangenen Zeiten aber,welche nicht mehr sind, oder die künftigen, welche nochnicht sind. Wer kann sie messen? Es möchte denneiner wagen zu behaupten, man könne das messen,was nicht ist. Wahrend die Zeit vorübergeht, kannman sie also empfinden und messen; wenn sie abervergangen, kann man es nicht; denn sie ist nicht.
Bater! ich frage, ich behaupte nicht, mein Gott,sei du mir Schutz und Lenker! Wer ist's, der mirsagt, es gebe keine drei Zeiten, wie wir als Knabengelernt und die Knaben gelehrt haben, — eine vergan-gene, gegenwartige und künftige: sondern nur eine ge-genwartige, weil jene zwei nicht sind? Oder sind auchdiese, und tritt etwas aus einer Verborgenheit hervor,wenn es aus Künftigem Gegenwartiges wird; odertritt etwas in eine Verborgenheit zurück, wenn es ausGegenwartigem Vergangenes wird? Denn wo habendie, welches Künftiges weissagten, dieses gesehen, wenn