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Bekenntnisse
Entstehung
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315
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Eilftes Buch.

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chem Worte sprachst du daher, daß ein Körper ent-stehen soll', aus welchem jene Worte hervorgingen?

Du rufst uns also, Gott! das Wort bei dir,Gott, zu erkennen, was ewig gesprochen, und in ihmAlles ewig gesprochen wird. Denn nickt wird geen-det, das gesprochen wurde, und ein anderes gesprochen,damit alles gesprochen werden könne, sondern einmalund in Ewigkeit Alles. Sonst war' ja dort Zeit undWechsel, und nicht wahre Ewigkeit und wahre Un-sterblichkeit. Dieses Hab' ich erkannt, Herr! unddanke. Ich bekenn', ich Hab' es erkannt, und mitmir hat es erkannt und es benedeiet dich jeder,der gegen die sichere Wahrheit nicht undankbar ist.Erkannt haben wir, o Herr! erkannt, daß in wie-weit Etwas nicht ist, was war und ist, was nichtwar, in soweit es sterbe und entstehe. Deßwegenvergeht und entsteht Nichts an deinem Worte, weiles in Wahrheit unsterblich und ewig ist. Und sosprichst du durch dein mit dir gleich ewiges Wort aufeinmal und ewig, alles was du sprichst, und es wirdwas du sprichst, das werden solle; denn du machstnicht anders als durch Sprechen, obwohl nicht aufeinmal und ewig alles wird, was du durch Sprechenmachst.

Warum sehe ich, mein Gott, dies einigermaßencm, weiß aber nicht, wie ich es ausdrücken soll; alsnur, daß alles sein Dasein anfangt und sein Daseinendet, dann zu sein anfangt, und dann zu sein auf-hört, wann der ewige Verstand, bei welchem nichts

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