316 A. Augustinus Bekenntnisse.
anfangt oder aufhört, erkennt, daß es anfangen oder auf-hören soll. Grade dieses ist dein Wort, was auch der An-fang ist, der auch zu uns redet. *) So spricht er im Evan-gelium im Fleische, und dieses hat von außen her inder Menschen Ohren getönt, damit er geglaubt undinnerlich gesucht, und in der Wahrheit gefunden würde,wo er alle Jünger als guter und alleiniger Lehrerlehret. Dort höre ich, Herr, deine Stimme zu mirsprechen, daß jener zu uns redet, der uns lehret.Wer uns aber nicht lehret, redet, wenn er auch redet,nicht zu uns. Ferner wer lehret uns, außer die be-ständige Wahrheit? Denn werden wir auch durchein wandelbares Geschöpf ermahnt, so werden wirdoch zur bestandigen Wahrheit geführt, wo wir wahr-haft lernen, wenn wir stehen und ihn hören, undherzlichst uns freuend über die Stimme des Bräuti-gams uns dahin zurückbegeben, von wo her wir sind.Und deswegen ist er der Anfang, weil, wenn er nichtbliebe, während wir irrten, es nichts gäbe, wohin wirzurückkehrten. Kehren wir aber vom Jrrthum zurück,so kehren wir durch Erkennen zurück. Damit wir abererkennen, lehrt er uns, denn er ist der Anfang undredet zu uns.
In diesem Anfange, Gott, hast du Himmel undErde gemacht, in deinem Wort', in deinem Sohn',in deiner Kraft, in deiner Weisheit, in deiner Wahr-heit auf wunderbare Weise sprechend, und auf wun-
*) Joh. 8. 25.