314 A. Augustinus Bekenntnisse.
Diese Stimme ist aber ergangen, und vorübergegan-gen, angefangen, und geendet. Die Sylbcn sind er-schallt, und verhallt. Die zweite nach der ersten, diedritte nach der zweiten, und so der Ordnung nach,endlich die letzte nach den übrigen, und nach der letz-ten ward Stille. Hieraus wird es klar und deutlich,daß die Bewegung eines Geschöpfes sie hervorgebracht,eine zeitliche deinem ewigen Willen dienend, linddiese deine vorübergehend erschollenen Worte verkün-digte das äußere Ohr dem verstandigen Geiste, desseninneres Ohr an dein ewiges Wort gelegt ist. Jeneraber verglich diese zeitlich tönenden Worte in der Stillemit deinem ewigen Worte, und sagte: Es ist ein An-deres, bei weitem ein Anderes. Diese sind weit untermir, und sie sind nicht, denn sie fliehen und gehenund gehen vorüber; das Wort des Herrn, meinesGottes aber bleibet über mir ewiglich. Hast du alsomit tönenden und vorübergehenden Worten gesagt,Himmel und Erde sollen werden, und so Himmel undErde gemacht, so war schon ein körperliches Geschöpfvor dem Himmel und der Erde da, durch dessen zeit-liche Bewegungen jene zeitliche Stimme hervorging.Bor dem Himmel und der Erd' aber gab es gar keinzeitliches Geschöpf, oder gab es eins, so hattest du esgewiß ohn' eine vorübergehende Stimme gemacht,um aus ihm eine vorübergehende Stimme hervorzu-bringen, mit welcher du sagtest, es solle Himmel undErde werden. Denn, was es auch immer sein möge,woher eine solche Stimme entstände, — war' es nillllvon dir gemacht, es würde gar nicht sein. Mit wel-