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Bekenntnisse
Entstehung
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309
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Eilftcs Buch. 309

nicht entbrennt' es für mich allein, sondern es willder brüderlichen Liebe zum Nutzen dienen-, du siehstm meinem Herzen, daß auf diese Weis' ich dir denDienst meiner Gedanken und meiner Zunge hei-lige, und so verleihe mir, was ich darbringen möge.^ Denn dürftig und arm bin ich; du hingegen reichfür alle, die dich anrufen, der du selbst sorgenfreifür uns Sorge trägst. Beschneide von aller Vennes-scnheit und Lüge meine innern und äußern Lippen.Meine keuschen Ergvtzungen seien deine Schriften;nicht mög' ich in ihnen getauscht werden, noch ausf ihnen tauschen. Herr, merk' auf und erbarme dich,Herr, mein Gott! du der Blinden Licht, und derSchwachen Starke, gleich darauf aber der Sehendenf Licht, und der Kraftigen Starke! Hab' Acht auf meinef Seel', und höre den aus der Tiefe zu dir Rufen-! den! Denn wenn nickt auch in der Tiefe deineOhren zugegen sind, wohin sollen wir dann gehen,wohin rufen?

Dein ist der Tag, dein die Nacht. Auf deinenWink fliegen Augenblicke vorüber. Verleih' aus ihnenf Zeit meinen Betrachtungen über die Geheimnisse dei-! nes Gesetzes, und verschließ' es nicht für den Anklo-pfenden! Nicht wolltest du ja die dunkeln Geheim-nisse so vieler Blatter umsonst haben schreiben lassen.Oder haben denn nicht auch jene Walder ihre Hirsche,welche sich in ihr zurückziehen, in ihnen sich erquicken,wandeln, grasen, sich niederlegen und wiederkäuen?O Herr! vervollkommne mich, und enthülle mir selbe!^ Siehe! Deine Stimm' ist meine Freude, deine Stimm'