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Bekenntnisse
Entstehung
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302
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302 A. Augustinus Bekenntnisse.

nisse dir vorlegt', und dich um Rath srug! Ich durch-ging die Welt außer mir, so gut ichs mit dem Sinnvermochte, und schaut' auf das Leben meines Körpers,und auf meine Sinne selbst. Dann trat ich in dieGemacher meines Gedächtnisses, vielfache Weiten,wunderbar voll unzahlbares Vorraths, und betrachtetesie, und staunt', und konnte nichts unterscheiden ohnedich, und fand, daß das Alles nicht Du wäre. Undich selbst war nicht der Finder, ich, der ich strebte,zu unterscheiden, und nach seinem Werthe zu schätzen,während ich Einiges durch die bothschaftbringendenSinn' empfing, und über Anderes, was ich in mirfühlte, mich selbst fragt', und die Bothschaft selbstunterschied der Art und der Zahl nach, und aus desGedächtnisses großem Vorrath Einiges untersucht',Anderes hinlegt', und Anderes herausnahm! Und ichselbst, als ich dieses that, das ist, die Kraft, wodurchich es that, war nicht Du: denn Du bist das unver-gängliche Licht, das ich bei allen Dingen srug, ob siewären, was sie wären, wie hoch sie zu achten wären.Und ich hörte dessen Lehren und Befehl', und oft thu'ich das. Dies erfüllt' mich mit Freud': und so oftich von den Geschäften des Nothwendigen etwas er-übrigen kann, flieh' ich zu dieser Wollust. Auch find'ich in allen Dingen, die ich dich um Rath fragend,durchwandre, keinen sichern Ruheplatz für meine See!',als in Dir, worin meine Zerstreuung sich sammelt,und wo ich ganz erfaßt werde. Und zuweilen erweckstdu mir eine innerliche hockst ungewöhnliche Regung,eine Sehnsucht, ich weiß nicht nach welcher Süßigkeit,