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Bekenntnisse
Entstehung
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301
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Mangel ersetzt werd', und ich gelange zu dem Frieden,den des Stolzen Auge nicht kennt.

Die Red' aber, die aus dem Mund hervorgeht,und die Handlungen, die den Menschen kund werden,sind die gefahrlichste Versuchung, der Liebe zum Lobehalben, die für das Gefühl eigner Hoheit um Beifallbettelt. Sie versucht mich sogar, wahrend ich sie miß-billige, eben in dieser Mißbilligung; und oft rühmtsich der Mensch der Verachtung eitles Ruhms nocheitler, und wirklich also rühmt er sich der Verachtungeitles Ruhmes nicht, da er ihn nicht verachtet, indemer sich innerlich rühmt.

Auch ist innerlich ein andres Übel in dieser Artvon Versuchung, welches Jen' ergreift, die sich selbstgefallen, sie mögen Andern gefallen oder nicht, auchdcßhalb unbekümmert. Aber sich selbst gefallend, miß-fallen sie dir sehr, nicht nur, weil sie etwas gut glau-ben, was es nicht ist, sondern auch Dein Gutes fürIhres ansehn, oder wenn auch für dein, doch fürselbstverdientes Gute, oder wenn auch für durch deineGnade verliehenes Gute, sich doch dessen nicht in Ein-tracht erfreuen, sondern es an Andern beneiden. Inallen diesen und derlei Gefahren' und Mühseligkeitensiehst du das Zittern meines Herzens: aber ich empfind'es mehr, daß diese Wunden immer nach und nachvon dir geheilt, als daß mir keine neue versetztwerden.

Wohin bist du nicht mit mir gewandelt, o Wahr-heit, lehrend, was ich fliehen und was ich suchen soll,während ich meine schwachen, mir möglichen Erkennt-